Viktor Groudinin

Predigt Nr.12

Predigt 12 (ein paar Worte über die Entwicklung der menschlichen Seele)

Betrachtet man die Weltordnung, insbesondere im Tierreich, aber auch bei den Menschen, erkennt man eine Gesetzmäßigkeit: Wir sehen, dass jede Tierart dem Grunde nach so geschaffen ist, dass die Tiere, darunter Vögel, Fische oder Insekten, damit zufrieden sind, wer und wie sie sind, sie sind damit zufrieden, die zu sein, zu denen der Schöpfer sie gemacht hat, ein anderes Leben ist für sie unvorstellbar. Jeder im Gras kreuchende und fleuchende Käfer ist glücklich, eben dieser Käfer zu sein, eine andere Daseinsform kann er sich nicht vorstellen. Er weiß nicht, dass es noch andere Existenzformen wie die des Menschen gibt. Selbst, wenn er einen Menschen sieht, verspürt er überhaupt keinen Wunsch, ein Mensch zu sein, denn seine Daseinsform stellt ihn vollkommen zufrieden, und er ist glücklich, ein Käfer zu sein.
So ist auch der Mensch, der nichts von anderen, höheren Daseinsformen weiß, durchaus zufrieden, ein Mensch zu sein, und möchte auch nur ein Mensch bleiben.
Doch der Schöpfer hat den Menschen als ein fleischlich-geistiges Wesen erschaffen, indem er ihn in Erdenbedingungen erschuf. Damit schenkte er dem Menschen die Aussicht auf einen Übergang zu höheren Daseinsformen. Indem er den Menschengeschöpfen erklärte: „Ich habe gesagt: Ihr seid Götter“, eröffnete der Schöpfer uns die Aussicht auf unsere weiteren Existenzen.
Die Aussicht, die niemals ein Ende kennen und die immer wieder neue, höhere Daseinsformen eröffnen wird.
Doch damit es genau so geschehen kann, wie wir es besprechen, das heißt, damit der Mensch die Fähigkeit erlangt, in höhere Daseinsformen aufzusteigen, bekommt der Mensch bereits hier auf Erden die Möglichkeit zu beurteilen, ob die Menschengeschöpfe am Ende ihres Lebens auf Erden diese Fähigkeit, in höhere Daseinsformen aufzusteigen, erlangt haben oder nicht.
Der gesamte irdische Lebensweg der Menschengeschöpfe ist ihnen dafür gegeben, damit sie einst auf der Erde geboren werden, geistige Vervollkommnung erfahren und dann Zugang zu göttlichen Energien erlangen, was im Grunde ein Zeichen für den Übergang in eine höhere Daseinsform bedeutet.
Wenn wir im irdischen Leben keine Verbundenheit mit Gott erfahren, können wir davon ausgehen, dass wir unser Leben auf Erden umsonst verbracht haben. Denn wenn wir die Möglichkeit des Übergangs zu einer höheren Existenzstufe ungenutzt lassen, werden wir uninteressant in unserer Entwicklung für den Himmel. Wir stellen eine biologische Masse dar ohne eine zugehörige geistige Füllung. Die biologische Masse wird im Grab verwesen, von Würmern gefressen oder im Krematorium verbrannt werden.
Und was ist nun mit dem geistigen Inhalt? Wenn die Seele nämlich nach göttlichem Vorbild erschaffen wurde, aber keine göttlichen Eigenschaften erlangt und stattdessen zu höllischen Eigenschaften degradiert, wird klar, dass von keinen höheren Daseinsformen die Rede sein kann.
Diese von Menschen bewohnte Welt muss man sich wie ein Sieb vorstellen, durch das die Menschenseelen gesiebt werden.
Kleinliche Seelen fallen durch die Öffnungen des Siebes durch, und ihr weiteres Schicksal kommt dem Schicksal vom abgesiebten Müll gleich.
Was bedeuten denn „kleinliche Seelen“? Was für Seelen sind das?
Das sind Seelen von gemeinen, bösen, hinterhältigen Menschengeschöpfen, die es gewohnt sind, in ihrem Leben die Früchte fremder Arbeit zu genießen, die es gewohnt sind, zu morden, Böses und Dinge zu tun, die der menschlichen Natur zuwiderlaufen. Solche Seelen mutieren zu Teufeln und füllen damit die riesige Dämonenarmee der Verstoßenen.
Im Sieb verbleiben jedoch große Seelen, die einen hohen Wert haben für Menschengeschöpfe, die ihnen ähnlich sind, und auch für den Schöpfer. Die Menschengeschöpfe kennen den folgenden Ausdruck: „Ein Mensch mit einer großen Seele oder ein Mensch mit einer kleinlichen Seele“.
Die Menschen haben im Unterbewusstsein die menschlichen Seelen in jene unterteilt, die für höhere Daseinsformen tauglich sind und die dafür untauglichen.
Die Menschengeschöpfe sollten sich diese Worte sehr gut durch den Kopf gehen lassen.
Jeder Mensch ist der Schöpfer seiner eigenen Zukunft in der Ewigkeit.
Im menschlichen Leben gibt es nichts Wichtigeres, als dieses Verständnis.
Jeder Mensch muss sich die Frage stellen: „Wozu wurde ich geboren, und was ist mein Daseinszweck auf Erden?“. Die Antwort auf diese Fragen, die richtige Antwort, muss um jeden Preis gefunden werden. Man muss das Leben der Suche nach den Antworten auf diese Fragen widmen. Denn wer sucht, der findet auch.
Diejenigen, die fragen: „Wozu soll das gut sein? Wir leben doch so wie wir leben. Ist es nicht egal, was mit uns nach dem Tod geschieht?“.
Denjenigen möchte man antworten: „Nein, es ist nicht egal, was mit uns passiert. Ihnen ist es doch auch nicht egal, in welcher Eigenschaft Sie hier auf Erden geboren wurden? Sie könnten doch genauso gut auch mit einem Down-Syndrom, ohne Beine oder blind geboren worden sein. Die Menschengeschöpfe werden auf der Erde nicht alle gleich geboren. Viele kommen mit körperlichen und seelischen Schäden zur Welt. Und zwischen dem Leben auf Erden und dem Leben nach dem Tod gibt es eine direkte Verbindung. Stellen Sie sich jetzt einmal vor, Sie seien gestorben und in den himmlischen Palast aufgestiegen. Doch Sie sind dort mit einer hässlichen Seele angekommen, die bereit ist, alles um sich herum zu quälen und so die Ruhe und Harmonie zu stören.
Ihre Seele wird die göttliche schöpferische Energie nicht annehmen können, um sich an den Werken des Schöpfers zu beteiligen. Was meinen Sie, wird der Himmel Sie dulden?
Der mit vollkommenen Geschöpfen, den himmlischen Heerscharen bewohnte Himmel?
Natürlich nicht. Einer hat sich schon einmal so gezeigt und wurde gestürzt und verstoßen. Und das war Satan. Infolgedessen ist Satan nur am irdischen Weltgebäude beteiligt. Das irdische Weltgebäude ist aber nur ein winziger Bruchteil von der unendlichen Zahl an Weltgebäuden, in denen gerettete menschliche Seelen hausen können. Deswegen muss man von der Erde, aus diesem brodelnden Kessel der Leidenschaften, aus dieser heißen Schmiede der menschlichen Seele heraus unbedingt als reife, vernünftige, vollkommene Seelen, die allen Grund haben, sich den himmlischen Heerscharen des allmächtigen Schöpfers anzuschließen, in himmlische Paläste aufsteigen.
Den Heerscharen, die in Besitz von Milliarden von Weltgebäuden sind, von Milliarden von Universen mit ungeahnten Daseinsformen. Mit Daseinsformen, zu deren Schöpfer die menschlichen Seelen selbst werden, nachdem sie die gewaltige himmlische Macht und Würde erlangt haben“.
Das möchte man denjenigen antworten, die kein besonderes Interesse daran haben zu begreifen, was mit ihnen nach dem Tod geschieht.
Sie widersprechen weiter und sagen: „Es war doch niemand dort, niemand ist von dort zurückgekehrt und hat davon berichtet, was dort in Wahrheit ist. Woher soll irgendjemand wissen, was dort wirklich ist?“
Darauf möchte man wieder entgegnen: Ja, in der Tat. Auf den ersten Blick scheint es tatsächlich so zu sein. Niemand ist von dort zurückgekehrt, keiner kann wissen, wie es dort in Wahrheit aussieht. Doch der erste Blick trügt.
Selbst die Menschen, die sich gezielt mit der Suche nach den Antworten auf diese Frage beschäftigen, finden diese nicht immer und geben sich zufrieden mit landläufigen zugänglichen Informationen derjenigen, die einen klinischen Tod erfahren haben und dann wieder zum Leben zurückgekehrt sind. Man muss jedoch anmerken, dass diese Auskünfte sich bis vielleicht auf einige wenige Ausnahmen oftmals im hohen Maß ähneln, was wiederum den Hunger nach Erkenntnis nicht befriedigt, sondern ihn im Gegenteil noch weiter anfacht.
Meine Wenigkeit, die diese Zeilen schreibt, hat ebenfalls den Ausgang der Seele aus dem Körper und dann ihre Rückkehr erlebt.
Ein detaillierter Bericht über diesen Vorfall soll nicht Sinn und Zweck dieser Predigt sein.
Es sollte lediglich angemerkt werden, dass der Ausgang tatsächlich vonstattenging und dass der Zustand, den die Seele zu dem Zeitpunkt erfahren hat, mit nichts zu vergleichen ist, was der Mensch auf Erden erleben kann.
Dazu gehört auch die von der Seele bezeugte Kommunikation zwischen zwei Engeln, die sich über die Seele unterhielten und über ihren Aufstieg walteten.
Wie gesagt, das Format dieser Predigt sieht keine detaillierte Beschreibung dieses Falls vor.
Die persönliche Erfahrung von Menschen, die das Jenseits so zu sagen tangiert haben, ist also ein möglicher Weg der Erkenntnis des Jenseits. Das ist aber nicht der einzige Weg, und auch nicht der wichtigste.
Die Hauptinformationsquelle zur Zukunft der menschlichen Seelen sind die göttlichen Offenbarungen, die Offenbarungen des Herrn Jesu Christi, die der Herr uns schenkt je nach Bedarf und abhängig von der Fähigkeit der menschlichen Gesellschaft, sie anzunehmen.
Es versteht sich von selbst, dass diese Offenbarungen nicht die ganze Realität und die existierende Wirklichkeit der Welt erfassen können, die die Seele nach dem Tod betritt. Erstens, allein deshalb, weil es nicht nur eine Welt gibt, sondern Milliarden von Welten, eine Unendlichkeit von Welten, in denen die menschlichen Seelen hausen können.
Die Offenbarungen geben aus großer Weisheit heraus quasi Mosaiksteinchen vor, aus denen dann Gott der Herr selbst das Wissensspektrum zusammenstellt, das er dem Menschen, einem treuen Christen zu geben für geboten hält.
Ich möchte explizit betonen, dass Gott der Herr selbst das Wissensspektrum bestimmt, das er dem Menschen zur Verfügung stellen möchte.
Dies ist kein Massenphänomen, denn die Gemeinschaft mit Gott ist auch kein Massenphänomen. Obwohl alle Erdenbewohner aufgerufen und eingeladen sind, eine Gemeinschaft mit Gott zu bilden. Gott der Herr lädt sie selbst dazu ein.
Doch die Erdenbewohner sind ausschließlich mit der Lösung von irdischen Problemen beschäftigt, da sie sich Satan verschrieben haben. Satan zwingt den Erdenbewohnern irdische Probleme auf, um sie stets in Schach, stets angespannt, stets in Angst zu halten.
Die Menschengeschöpfe haben ein Sprichwort: „Dem Sklaven ist der Stiefel des Herrn am liebsten, der ihn am stärksten ins Gesicht tritt“.
So schlägt auch Satan die Menschengeschöpfe in die Rippen und Seelen und schickt sie in die Hölle. Und die Menschengeschöpfe lecken seine Stiefel und sagen: „Ach, wie köstlich“.
Gott der Herr ruft die Menschengeschöpfe mithilfe der geschenkten Offenbarungen dazu auf, ihr Denken zu erweitern, in Kategorien der Ewigkeit zu denken, sich bewusst zwischen der Ewigkeit und der Verdammnis zu entscheiden.
Gott der Herr hat den Menschengeschöpfen einen Weg in die Ewigkeit geschenkt, einen Zugang zur Ewigkeit, eine Tür in die Ewigkeit.
Gott rief aus: „Ich bin der Weg. Niemand kommt zum Vater außer durch mich“.
Deswegen ist der Eintritt in die Ewigkeit nur durch das Christentum möglich.
Nichtchristliche Völker, die Christus ablehnen, sollten sich auch keine Illusionen über ihre Nähe zu Gott und ihre Glaubensvorstellungen machen. Sich hinwegtäuschen ist das Gleiche, wie wenn ein Blinder sich selbst einredet, die Sonne sehen zu können, obwohl in seinen Augen Dunkelheit ist. Christus sagt ihm: „Sei sehend! Und du wirst mich sehen, du wirst das Licht sehen, das deinen Weg in das Leben, deinen Weg in die Ewigkeit erhellt!“. Und so soll es geschehen.

Amen.