Viktor Groudinin

Predigt Nr.9

Predigt Nr. 9 (Texte 36-37-38-39-40-41-42)

Text 36

«Es gibt keine zwei Bündnisse mit Gott – die Beschneidung und die Taufe, sondern nur einen Bund. Gott sagte nicht: «Wer sich beschneiden lässt, wird selig werden», sondern er rief: «Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden!». Die Annahme von zwei Bündnissen gleichzeitig unterstreicht die falsche Haltung zu einem von ihnen, oder gleich zu beiden.»

Dieser Text drückt ziemlich unmissverständlich den Hauptgedanken aus, deswegen lassen wir ihn vorerst unkommentiert, denn für eine vollständige und gründliche Analyse dieses Themas muss zunächst die gesamte Menschheitsgeschichte betrachtet werden. In weiteren Texten werden wir uns noch diesem und den begleitenden Themen widmen. Deswegen soll es hier vorerst genügen, den Text noch einmal zu lesen, um somit einen notwendigen Gedankenanstoß zu diesem Thema zu bekommen.

Amen

Text 37

«Das wahre Christentum ist ein Privileg der Auserwählten.»

Wenn diese Worte aus dem Mund eines Menschengeschöpfes kommen würden, wären sie fast schon unglaubwürdig. Doch wenn Gott diese Worte ausspricht, so ist das eine Offenbarung Gottes und eine Wahrheit in letzter Instanz.
Es heißt also:
«Das wahre Christentum ist ein Privileg der Auserwählten.»

Denken denn die Christen selbst darüber nach? Vermutlich nicht. Denn bei diesen Worten geht es um das wahre Christentum. Sehen Sie, wie weit es nun schon gekommen ist. Das Christentum muss nun schon in «das Christentum» und «das wahre Christentum» unterteilt werden.
Wieso ist das denn so? Na, weil nicht alle, die sich Christen nennen, in ihrem Leben eine Verbindung mit Christus eingehen. Das wahre Christentum zeichnet sich aber eben dadurch aus, dass ein Christ eins wird mit Gott. Es stellt sich also heraus, dass es nicht ausreicht, getauft zu sein und Riten und Feiertage zu begehen. Man muss eine Einigkeit mit Gott erreichen. Das Privileg des Auserwähltseins besteht nun darin, dass ein Christ von sich aus persönlich den fundamentalen Entschluss fasst, sich auf Gott einzulassen, den Weg der Privilegierten zu gehen, das heißt, den Weg derjenigen, die sich im Namen Gottes allem entsagen, was sie auf dem Weg zur Einheit mit dem Schöpfer stören und ablenken könnte. Dieser Weg ist das eigentliche Privileg, denn der Mensch bekommt von Christus selbst, von Gott den Herrn Hilfe dabei, diesen Weg einzuschlagen. Darin zeigt sich eben auch das Auserwähltsein. Auserwählt zu sein, bedeutet nicht, gleich alle Güter zu erlangen. Auserwählt zu sein, bedeutet, einen Weg zu finden: 1) den Weg der Mühen, 2) den Weg der Vollkommenheit, 3) den Weg der Einigkeit mit Christus.
Befinden wir uns alle auf diesem Weg?
1) Erfahren wir auf unserem Weg Mühen? Arbeiten wir denn auf Gottes Ackerfeld? Christus erklärt uns im Evangelium, welche Schritte dazu notwendig sind. Unsere Arbeit wird daraus bestehen, dass wir nach den Geboten Christi leben. 2) Sind wir in unserem Schaffen vollkommen? Mit anderen Worten: Ist jede unserer Handlungen und jeder unserer Gedanken vollkommen? Gott sagt: «Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist». Wie zeigt sich denn die Vollkommenheit Gottes? Zunächst einmal darin, dass Gott NIEMALS einen Kompromiss mit Satan eingehen würde. Denn Satan an sich ist ein Inbegriff von Sünde.

Gott wird niemals einen Kompromiss mit Sünde eingehen. Niemals. Das heißt, alles, was Gott verwirklicht, ist ohne Sünde, rein, gut und vollkommen.
Deswegen muss ein Christ, der zu Gott strebt und auf dem Weg zu Gott ist, die Ebene der Vollkommenheit Gottes erreichen.
Sie könnten jetzt entgegnen: Wer von uns ist schon vollkommen? Doch Gott spricht: «Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist». Das heißt, wenn der vollkommene Gott von uns Vollkommenheit verlangt, muss es uns möglich sein, denn Gott verlangt niemals etwas, das unmöglich zu erfüllen ist.
Und ein letztes:
3) der Weg der Einigkeit mit Christus.
Wir haben bereits die Mühen und die Vollkommenheit benannt. Mühen und Vollkommenheit sind gerade das, was den Weg zur Einigkeit mit Christus ausmacht. Denn ohne Mühen und Vollkommenheit kann es keine Einigkeit geben.
Deswegen wiederholen wir noch einmal:
«Unsere Arbeit und Mühen werden daraus bestehen, dass wir nach den Geboten Christi leben.»
Außerdem:
«Ein Christ, der zu Gott strebt und auf dem Weg zu Gott ist, muss die Ebene der Vollkommenheit Gottes erreichen, das heißt keine Kompromisse mit der Sünde eingehen».
Genau das hatte der Herr im Sinn, als er sagte:
«Das wahre Christentum ist ein Privileg der Auserwählten.»
Denn nur die Auserwählten sind zu dem Weg fähig, den wir soeben beschrieben haben.
Möge Gott der Herr uns allen Wege schenken, die zu ihm führen. Möge das für uns durch die Gnade Gottes unsere Mühe und Arbeit sein.
Amen

Text 38
«Die Christianisierung des Planeten. Der Aufbau der Engelsgemeinschaft. Die Abschaffung des Geldes. Es wird keine monetären Gaben, keine monetären Opfer, die Gott nicht ausstehen kann, mehr für Gott geben. Doch Gottes Opfer wird ein wahres Opfer sein – das zerschlagene menschliche Herz, der Glaube und die Liebe.»

«Die Christianisierung des Planeten.»
Wie das geschehen kann, werden wir bei der Analyse der nachfolgenden Texte diskutieren. Gott schlägt uns konkrete Schritte zur Erreichung dieses Ziels vor.
«Der Aufbau der Engelsgemeinschaft.»
Ist das auf Erden möglich? Gott sagt, dass es möglich sei, wenn die Menschengeschöpfe dieses Ziel als die einzige Alternative zum Untergang der Zivilisation ansehen. Genauso. Wenn die Welt zugrunde gehen soll, werden die Menschengeschöpfe es verstehen, all ihre geistigen und physischen Ressourcen aktivieren und eine Engelsgesellschaft, eine gottgefällige Gesellschaft aufbauen. Der Herr schlägt dies vor, um den Untergang der Menschheit zu umgehen.
«Abschaffung des Geldes.»
Die Abschaffung des Geldes ist eine der Bedingungen, die Gott den Menschengeschöpfen bei dem Aufbau der Engelsgesellschaft stellt. Dieser Schritt wird dazu führen, dass der Dorn Satans, der im Laufe von Jahrtausenden den Menschengeschöpfen Schmerz und Leid zufügen würde, aus dem Körper der Menschheit entfernt wird. Auf diesem Dorn sind die Nerven, Ängste und Entbehrungen der Menschheit aufgewickelt. Wird dieser Dorn gezogen, erfährt die Menschheit Erleichterung, Vertrauen in die Zukunft und die Gewissheit, dass sie errettet ist. Dadurch wird die Wirtschaft an das geistige Wachstum der Gesellschaft gekoppelt werden können.

Das materielle Wohlergehen der Gesellschaft wird nicht von einer abstrakten Gegebenheit abhängen, die die Welt in den Wahnsinn stürzt. Die innere Gestaltung der Gesellschaft wird das Ergebnis der geistigen Entwicklung ihrer Bürger sein.
«Gottes Opfer wird ein wahres Opfer sein-das zerschlagene menschliche Herz, der Glaube und die Liebe.»
Das ist genau das, was Gott uns im Text 38 sagen möchte.

Text 39
«Die Kirche ist der mystische Leib Christi, der seinen Anfang vom Oberhaupt der Kirche, dem Herrn Jesus Christus im Himmel nimmt, der sich auf die Seelen der Erben des Himmelreiches und der Himmelheere erstreckt, die die Kirche mit göttlichen Energien, Schutz und Einrichtungen speisen, und sich auf die Erde in Personen erstreckt, denen eine Rettung beschert ist.
Die Kirche erscheint bei ihrer Erdenreise in Persönlichkeiten, in menschlichen Herzen, die erfüllt sind mit dem Heiligen Geist. Nur die, in denen der Heilige Geist wohnt wie ein Zeugnis Christi, sind wahre Christen, die zur Kirche Christi gehören, und sind die Kirche Christi. Es ist diese Kirche, über die der Herr sprach: «und auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen». Der Herr meinte nicht die Gemeinde als ein menschliches Gebilde, sondern ein mystisches Gebilde auf der Ebene der Vereinigung der menschlichen Seele mit dem göttlichen Heiligen Geist.

Das Gebilde, das die Macht der Hölle und die dunklen Mächte Satans ist, kann sie nicht überwältigen. Die Mitglieder der Kirchengemeinden, die nicht die Wirkung des Heiligen Geistes in sich erfahren haben, die darüber nicht eine Vereinigung mit Gott eingegangen sind, können sich nicht als Kirche betrachten und sich so nennen, aber sie können sich als Gemeinde, nichtstaatliche Organisation, öffentliches Gebilde bezeichnen. Es gibt sehr viele Gemeinden. Viele Gemeinden, die glauben, am Heiligen Geist beteiligt zu sein, haben tatsächlich gar keinen Bezug zu ihm, denn sie akzeptieren eine Teilung. Teilungen passieren wegen eines fehlenden Bezugs zum Heiligen Geist. Die Kirche ist aber unteilbar, denn der Heilige Geist kann sich nicht in sich selbst aufteilen. Die Kirche kann wie im Rahmen der Gemeinde, so auch jenseits davon in Erscheinung treten.

Ein jeder, der die Wirkung des Heiligen Geistes auf sich erfahren hat, weiß ganz genau über seine Aufnahme in den Schoß der Kirche Christi. Für das Umfeld geht das womöglich unbemerkt vonstatten, doch diejenigen, die den Heiligen Geist angenommen haben, erkennen einander immer leicht, und zwischen ihnen sind auch keine Trennungen möglich. Die grundlegenden gemeinsamen Faktoren für alle Gemeinden müssen sein: Aufrichtigkeit im Glauben, widerspruchsloses Befolgen der Gebote, allumfassende, hingebungsvolle Liebe zu Gott und dem Nächsten.»

«Die Kirche ist der mystische Leib Christi, der seinen Anfang vom Oberhaupt der Kirche, dem Herrn Jesus Christus im Himmel nimmt, der sich auf die Seelen der Erben des Himmelreiches und der Himmelheere erstreckt, die die Kirche mit göttlichen Energien, Schutz und Einrichtungen speisen, und sich auf die Erde in Personen erstreckt, denen eine Rettung beschert ist.»
Was bezeichnen wir denn für gewöhnlich als Kirche? Normalerweise bezeichnen wir Gotteshäuser als Kirche, in denen wir uns zum Gottesdienst versammeln. Das ist für uns eine Kirche. So sagen wir normalerweise am Sonntag: Ich gehe in die Kirche, wobei wir damit einen Steinbau für öffentliche Zusammenkünfte und gemeinschaftliche Gebete meinen.
Außerdem bezeichnen wir als Kirche die Gemeinde selbst, die Zusammenkunft von Menschen, die durch eine Lehre oder eine territoriale Zugehörigkeit vereint sind. So sagen wir: die katholische Kirche, die evangelische Kirche, die orthodoxe Kirche, die Neuapostolische Kirche, die katholische Pfarrkirche St. Johannes Evangelist und so weiter bis zur Unendlichkeit. Sehen Sie, wie viele Kirchen es offensichtlich gibt. Hätte der Herr gedacht, dass er tausende von Kirchen bekommt, als er die Eine Kirche schuf? Nein, hätte er nicht. Er wusste, dass das so kommen würde, hat im Universum aber seine Eine einzige Kirche begründet. Was sagt denn der Herr zur Kirche? Was ist das?
Wir lesen Folgendes:
«Die Kirche ist der mystische Leib Christi, der seinen Anfang vom Oberhaupt der Kirche, dem Herrn Jesus Christus im Himmel nimmt, der sich auf die Seelen der Erben des Himmelreiches und der Himmelheere erstreckt, die die Kirche mit göttlichen Energien, Schutz und Einrichtungen speisen, und sich auf die Erde in Personen erstreckt, denen eine Rettung beschert ist.»
Und weiter:
«Die Kirche erscheint bei ihrer Erdenreise in Persönlichkeiten, in menschlichen Herzen, die erfüllt sind mit dem Heiligen Geist. Nur die, in denen der Heilige Geist wohnt wie ein Zeugnis Christi, sind wahre Christen, die zur Kirche Christi gehören, und sind die Kirche Christi.»

Das ist also die Kirche Christi. Das ist der mystische Leib Christi, der Leib Gottes. Das heißt, um Teil dieser Kirche zu sein, muss man Eingang in den Leib Christi finden, ein Teil des göttlichen Leibes werden. Und was heißt es, Teil des göttlichen Leibes zu werden? Wir sprachen bereits darüber, dass die menschliche Seele nach dem Sündenfall auf der Erde eine Autonomie abseits der göttlichen Energien durchlebt. Die Seele ist ein Teil der göttlichen Energie, aber als Folge des Sündenfalls der Menschheit abgetrennt von der väterlichen Energie. Der Herr schuf aber zusammen mit seiner Kirche auch einen Mechanismus, mit dem die menschliche Seele als Teil der göttlichen Energie zurück in den Schoß der väterlichen Energie zurückkehren kann. Denn damit der Mensch einen ewigen Aufenthalt in den Räumen der himmlischen Sphären erben kann, muss die Energie der Seele eine Einheit mit der Energie des Schöpfers bilden und in den ewigen Prozessen der Weltgebäudeexistenz immer von Gott gelenkt werden.

Diese EINE EINHEIT der menschlichen Seele mit der Energie des Schöpfers ist eben die Kirche. Wenn der Mensch nun also nicht mit der Energie des Schöpfers eins geworden ist, hat er auch keinen Eingang in die Kirche gefunden und ist außerhalb der Kirche, obwohl er Gotteshäuser, Gottesdienste und so weiter besucht.
Der Herr Jesus Christus hat der Erde die Lehre gebracht, die die menschliche Seele in die Kirche führt. Der gesamte Weg des Herrn auf der Erde hatte also die Schaffung eben dieses Mechanismus zur Vereinigung der menschlichen Seele mit der Energie des Schöpfers zum Ziel. Mit anderen Worten schuf der Herr die Kirche. Die Pforten der Hölle können die Kirche nicht überwältigen, denn die Kirche ist die Energie Gottes, ist Gott. Deswegen hat Satan keine Chance, wenn er es mit Gott aufnimmt.
Und wir beobachten heute die Teilung der Gemeinden in viele so genannte Kirchen. Aber Sie wissen nun, dass jede dieser Gemeinden nicht die Kirche, nicht der Leib Gottes ist. Denn wenn jede dieser Gemeinden der Leib Gottes wäre, würde sich die Frage stellen: Warum ist dieser Leib nicht einheitlich? Ist denn die Idee des Herrn, die menschliche Seele mit der Energie des Schöpfers zu vereinen, nicht in der Lage, die Einheit all dieser geteilten Gemeinden zu bewahren? Die Idee des Herrn ist durchaus in der Lage dazu.

Diese zerschlagenen Gemeinden wissen bloß nicht, was es heißt, dieser Idee zu folgen und wie man dieser Idee folgen sollte. All diese menschlichen Gemeinden sind mit der Lösung von weltlichen Problemen beschäftigt, am häufigsten jedoch mit der Verwirklichung ihrer weltlichen Ambitionen.
Was muss also geschehen, damit sie sich alle unter einer gemeinsamen Idee Christi zu einem Leib Christi vereinigen?
Sie alle müssen zunächst einmal verstehen, was überhaupt das Problem ist. Damit sie den wahren Sachverhalt, ihre Position in dieser Welt und ihre zukünftigen Aussichten in der Ewigkeit begreifen. Wenn sie verstehen, dass sie ihr Leben und das Leben der Gesellschaft nach dem von Gott aufgezeigten Weg und nach den vom Herrn gegebenen Geboten ausrichten, die Lehre Christi als die Lehre des Himmels und nicht nur als eine menschliche und gesellschaftliche Lehre akzeptieren müssen, um die Kirche und Teil des Leibes Christi zu sein. Und schließlich müssen sie sich alle zu einer Gemeinschaft zusammenschließen und den Bund mit der wahren Idee Christi und der Notwendigkeit, die eigenen Seelen und die Welt zu retten, beschließen. Wenn das passiert, bekommt die Welt die Chance, die wahre Kirche Christi auf dem Gebiet von Mutter Erde in ihrer ursprünglichen Form zu erblicken, so, wie der Herr Jesus Christus sie erschaffen hatte, und wie sie durch die Apostel und alle Heiligen, die auf der Erde schienen, vertreten war.

Außerdem sagt der Herr in unserem Text Folgendes:
«Die grundlegenden gemeinsamen Faktoren für alle Gemeinden müssen sein: Aufrichtigkeit im Glauben, widerspruchsloses Befolgen der Gebote, allumfassende, hingebungsvolle Liebe zu Gott und dem Nächsten.»
Was wir uns allen auch wünschen. Durch die Gnade Gottes des Herrn Jesu Christi, der uns durch seine Passion den Weg zurück zum Vater schenkte
Amen

Text 40
«So, wie die königliche Dynastie die Welt führt, und das Ziel, zu dem die Welt geführt wird, ist nicht gottgefällig. Sie äußern eine primitive Denkweise, und ihre Taten sind fern jeglicher Bewunderung für sie. Deswegen ist die Legitimierung dieser königlichen Macht als einer Weltmacht nicht gottgefällig. Die Homosexualisierung der Gesellschaft, die Narkotisierung der Gesellschaft, die Islamisierung der Gesellschaft – das sind einige Bereiche ihrer Bestrebungen, die nicht gottgefällig sein können. Sie können nicht gefällig sein aufgrund der Veränderung der menschlichen Natur der Gesellschaft durch diese Bereiche der Bestrebungen.

Und die Veränderung der menschlichen Natur entspricht den Bestrebungen des Teufels, die menschliche Natur zu verändern. Nur wenn diese Macht die Welt auf einen alternativen, von Gott vorgeschlagenen Weg führt, nur dann wird diese Macht Taten vollbringen, die in Gottes Augen gewollt sind. Die Legitimierung dazu, diesen Weg einzuschlagen, wird durch Gott selbst bestätigt, und alle, die Gottes Willen ausführen, sind gesegnet. Alles, was in der Menschheitsgeschichte bis heute passiert, spielt keine besonders bestimmende Rolle mehr. Eine entscheidende Rolle spielt nun, welchen Weg die Menschheit auswählen wird. Es gibt nur zwei mögliche Wege: Der alternative, der Menschheit von Gott vorgeschlagene Weg, und der Weg, der vom Apostel Johannes in seiner Offenbarung beschrieben wurde. Ein dritter Weg ist uns nicht gegeben. Bislang wurde nur ein Weg als der mögliche Weg für das Ende der menschlichen Geschichte betrachtet – das ist der Weg, der in der Offenbarung des Apostels Johannes beschrieben wurde.

Doch die Gnade Gottes schenkte der Menschheit einen anderen, einen alternativen Weg, der im weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte möglich ist, sollten sich die Menschengeschöpfe dafür entscheiden. Und heute wurde dieser von Gott vorgeschlagene Weg bekannt.
Und jetzt sollten diese beiden Wege betrachtet werden als Wege, die von Gott für die Menschengeschöpfe bestimmt wurden. Von nun an wird über die Menschengeschöpfe geurteilt werden in Abhängigkeit zu ihrer Einstellung zu dem von Gott vorgeschlagenen Weg. Diejenigen, die diesen Weg einschlagen, werden den Segen Gottes erfahren, und diejenigen, die diesen Weg ablehnen, erfahren eine Zurückweisung. Alle Streitigkeiten über vergangene Ereignisse der Menschheitsgeschichte sind nun sinnlos, und nur der vom heutigen Tag an gewählte Weg ergibt einen Sinn. Und es ist diese Zeit, von der nun die Zeitrechnung der Tage beginnt, die der Welt für eine Entwicklung oder das Ende der Geschichte geschenkt wurden.»

Sehen Sie, wie ernst es um diesen alternativen Weg bestellt ist. Wir denken uns: «Es ist doch vollkommen egal, ob wir nun diesen Weg einschlagen oder nicht». Aber nein, der Herr ruft aus:
«Diejenigen, die diesen Weg einschlagen, werden den Segen Gottes erfahren, und diejenigen, die diesen Weg ablehnen, erfahren eine Zurückweisung.»
Das heißt, diesen Weg abzulehnen, kommt einer Ablehnung Gottes gleich, denn Gott hat den Menschengeschöpfen diesen Weg vorgeschlagen. Und wenn man diesen Weg annimmt, schenkt Gott der Menschheit eine Fortsetzung ihrer Geschichte. Deswegen muss diese Frage auch so ernst genommen werden. Was es mit diesem alternativen Weg auf sich hat, haben wir bereits zusammen analysiert, aber da wir immer wieder zu diesem Thema zurückkehren werden, wenden wir uns noch einmal dem Text zu, der unmittelbar diesen Weg behandelt.
Das ist nun der Text:
«Der alternative Weg ist der Weg, den Gott den Menschengeschöpfen hauptsächlich dafür schenkt, damit sie die menschliche Geschichte weiterentwickeln. Falls die Menschengeschöpfe diesen Weg wählen, wird dieser Weg ihnen trotz der Prophezeiungen über ein apokalyptisches Ende der Welt geschenkt. Eine unabdingbare Bedingung für die Aufnahme dieses Wegs muss der Abschluss des Neuen Bundes durch Israel mit Gott sein. Der vergangene Bund Israels mit Gott sah in sich bereits den Abschluss des Neuen Bundes vor.

Gott hat einfach nur damit gerechnet, dass Israel immer auf Gott hören wird im Sinne von Gott Gehör schenken, wie zu Beginn des Bundes, so auch im Laufe seiner gesamten Befolgung. Das Wort Gottes hat eine immerwährende Gültigkeit, wie am Anfang des Weges, so auch in dessen weiterem Verlauf. Es hatte auch dann Gültigkeit, als Gott von einem ewigen Bund sprach, es hatte auch dann Bestand, als Gott sagte: «da will ich einen neuen Bund machen».
Der Sinn des bisherigen Bundes wurde von den Juden nicht vollkommen verstanden. Er bestand in der Organisation eines gottgefälligen Lebens des Menschen auf Erden, darin, dass die Menschheit das Gefühl für die Beteiligung Gottes am Leben der Menschengeschöpfe bekam, dass die Menschengeschöpfe sich an der Schöpfung Gottes beteiligt fühlten, in der Vorbereitung der Menschheit auf die Wiedergeburt der Natur Adams. Doch die Wiedergeburt der Natur Adams wurde erst möglich, nachdem der Sohn Gottes auf die Erde kam. Diese Wiedergeburt der Natur Adams in den Menschengeschöpfen ist für das weitere Aufsteigen der Menschengeschöpfe in göttliche Sphären vonnöten, damit der Plan Gottes für den Menschen als einer himmlischen Kraft, die aufgerufen ist, die göttlichen Sphären mit schöpfender Energie und zur Beteiligung an der Schöpfung Gottes zu erfüllen, in die Tat umgesetzt wird.

Deswegen ist die gesamte vorhergehende Menschheitsgeschichte der Weg zur Wiedergeburt der Natur Adams. Und der bisherige Bund der Juden mit Gott sollte die Beziehung des Menschen mit Gott seit der Geburt des Volkes Gottes bis zur Erscheinung des Sohnes Gottes in der Welt regeln. Denn auf dem irdischen Weg des Menschen stand immer Satan, der den Menschen auf dem Weg zurück zu Gott Hindernisse in den Weg legte. Doch wenn die Menschheit nun noch länger im bisherigen Bund verbleibt, riskiert sie die Ankunft des Antichristen und das Ende der Menschheitsgeschichte. Das ist eine Sackgasse. Deswegen bietet Gott durch seine Gnade den Menschengeschöpfen einen Weg, der die Menschheitsgeschichte in einer günstigen Entwicklung im ewigen Wohlergehen auf Erden und in den himmlischen Sphären fortsetzt. Und die erste Bedingung für die Aufnahme dieses Weges ist der Abschluss des Neuen Bundes durch Israel mit Gott, was eine wahre Befolgung des Gesetzes bedeutet. Die Christianisierung Israels.

Dann folgt eine neue Christianisierung aller christlichen Völker durch Israel, die durch die Umkehr der Interessen vom Dienst am Geist zum Dienst an der weltlichen Macht die Verbindung zu Gott verloren haben. Genauso wie die Christianisierung aller nichtchristlichen Völker. Ein Geldentzug aus dem Umlauf aller wirtschaftlichen Beziehungen der Staaten und aller Privatpersonen. Geld ist eine Last für die gesamte Menschheit. Die Abschaffung des Geldes. Der Aufbau einer Wirtschaft, in deren Grundlage die geistige Verbundenheit aller Völker liegen wird und die einen Ressourcenverbrauch nach Bedarf ermöglicht. Die Lenkung einer freigesetzten kolossalen menschlichen Schöpfungsenergie in den geistigen Tätigkeitsbereich, in den Bereich des Gottesdienstes, der Gotteserkenntnis. Die Vorbereitung der menschlichen Seelen auf das Emporsteigen in die himmlischen Sphären, worin auch laut Gottes Plan der Sinn der menschlichen Existenz auf Erden liegt. Was auch der Sinn hinter der Schöpfung des irdischen Weltgebäudes ist.»

Es heißt also:
«Die Legitimierung dazu, diesen Weg einzuschlagen, wird durch Gott selbst bestätigt, und alle, die Gottes Willen ausführen, sind gesegnet. Alles, was in der Menschheitsgeschichte bis heute passiert, spielt keine besonders bestimmende Rolle mehr. Eine entscheidende Rolle spielt nun, welchen Weg die Menschheit auswählen wird.»

«Und es ist diese Zeit, von der nun die Zeitrechnung der Tage beginnt, die der Welt für eine Entwicklung oder das Ende der Geschichte geschenkt wurden.»

So eine Botschaft schenkt uns also der Herr. Es liegt nun an uns zu entscheiden, was wir damit machen.
Möge die Gnade Gottes immer mit uns sein bei allen Entscheidungen, die den Willen des Schöpfers spiegeln und das Schicksal der Welt bestimmen.
Amen

Text 41
«Juden, verpasst nicht die Gelegenheit, Euch an der Sache Gottes zu beteiligen, die Gelegenheit, ein gottgefälliges Volk zu werden und zu sein. Nach der Ablehnung Christi seid Ihr in große Ungnade Gottes gefallen. Und die heutige Inakzeptanz Gottes macht Euch unbeteiligt an der göttlichen Schöpfungskraft und am ewigen Leben. Denn wie kann derjenige, der Gott auf Erden leugnet, in der Ewigkeit mit Gott eine Gemeinschaft eingehen und am ewigen Leben teilhaben? Das ist unmöglich. Erneuert in Euch den Geist der Wahrheit, der Euch als den Erben des größten geistigen Ruhms der Urväter Eures Volkes geschenkt wurde, und der von Euch durch Irrungen und die Eitelkeit Eurer Absichten zu Boden getreten wurde. Eine große Sache ist es, dem wahren Gott zu dienen. Gemäß den Worten im Kohelet:

Es ist alles ganz eitel, und dem kann man voll und ganz zustimmen. Doch nur das einzig Wahre, das nicht unter diese Definition fällt, ist es, Gott zu Diensten zu stehen, dem wahren Gott auf Erden zu dienen, dem Gott, der Herrn Jesus Christus, die Heilige Dreifaltigkeit ist; die Vervollkommnung des christlichen Gedankens, die christliche Gotteserkenntnis. Warum solltet Ihr zugrunde gehen?
Wozu die Hölle füllen? Weiht Euch der Anerkennung des Herrn Jesus Christus, gebt den Widerstand auf, tut Buße, lasst Euch taufen und vollbringt Taten, die dem Stand der Erben des Reiches Gottes würdig sind. Und «dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit», gemäß den Worten des Propheten und Königs David.»

Dieser Text ist ein Appell. Ein Appell Gottes an das jüdische Volk. Der Appell lautet:
«Den Geist der Wahrheit wiederbeleben, der ihnen als Erben des größten geistigen Ruhms der Urväter des Volkes Israels geschenkt wurde».
Der Appell lautet:
«Sich weihen durch das Bekenntnis des Herrn Jesu Christi, den Widerstand aufgeben, Buße tun, sich taufen lassen, Taten vollbringen, die dem Titel der Erben des Reiches Gottes alle Ehre machen».

Diesen Appell müssen die Juden selbst beantworten. Wobei jeder Bürger der jüdischen Gesellschaft darauf antworten muss. In unseren weiteren Texten werden wir noch öfter über die Rolle des jüdischen Volkes und der Völker Israels bei der Verwirklichung des Plans Gottes auf Erden sprechen.
Ich sagte «Völker Israels», und das war kein Versprecher. Denn wenn wir «Israel» sagen, meinen wir alle zwölf Stämme Israels und nicht nur die zwei Stämme Israels, die heute auf ihrem historischen Gebiet leben. Die zwölf Stämme Israels müssen sich noch für die Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit und des Abbildes Israels vereinen, das vom Schöpfer bei der Geburt des Volkes Gottes in ihn hineingelegt wurde.
Dieser Akt der Entwicklung Israels aus den Völkern der Welt heraus hat einen direkten Bezug zum Plan Gottes zur Bewahrung der menschlichen Zivilisation.
Wie das dann konkret auszusehen hat, werden wir noch bei der Analyse der weiteren Texte diskutieren.
Durch die Gnade des Schöpfers, der den Menschengeschöpfen ein Verständnis für den Plan Gottes schenkt.
Amen

Text 42
«Ihr seid große Spieler von Geldspielen. Ihr habt ausgezeichnete Erfolge auf diesem Gebiet erzielt. Dann zeigt doch der Welt, wie meisterhaft ein Sieger spielen kann. Verändert die Welt mit Geld. Lasst dieses bunte Papier in Euren Händen die Welt zum letzten Mal so verändern, dass man sie hinterher fallenlässt. Ich versichere Euch, die Engel werden Euch applaudieren. Ihr werdet der Aufnahme in die Gesellschaft derjenigen würdig sein, die das Wesen der Dinge durchdrungen haben. Und diese Gesellschaft ist eine himmlische. Dreht also an Eurem Roulette, kurbelt den Gedanken an, der die Welt verändern wird. Spielt uns ein Geld-Requiem.»

Dieser Text benennt seine Adressaten nicht konkret. Es wird darauf spekuliert, dass diejenigen, an die sich der Text wendet, selbst spüren und verstehen werden, dass sie es sind, die hier gemeint sind. Die moderne Welt wird von Besitzern des internationalen Geldes und Finanzmoguln gelenkt, die ihr Kapital mit der Unfähigkeit der Gesellschaft gemacht haben, ihrer Fähigkeit, Geld zu machen, zu widerstehen. Und zwar nicht Geld zu verdienen, sondern eben Geld zu machen. Und die Geldmacherei kommt mit der Fähigkeit zustande, die Welt in ein Spiel zu verwickeln, bei dem die Sieger von vornherein feststehen. Und eben die Spieler dieser Geldspiele sind in unserem Text gemeint. Der Text ist ein Appell an diese Menschen.
Dort steht geschrieben:
«Verändert die Welt mit Geld. Lasst dieses bunte Papier in Euren Händen die Welt zum letzten Mal so verändern, dass man sie hinterher fallenlässt.»
Und da diese Menschen es nicht gewohnt sind, irgendetwas unentgeltlich zu machen, hat der Herr ihnen einen Lohn für ihre Mühen bereitet. Ich zitiere:
«Ich versichere Euch, die Engel werden Euch applaudieren. Ihr werdet der Aufnahme in die Gesellschaft derjenigen würdig sein, die das Wesen der Dinge durchdrungen haben. Und diese Gesellschaft ist eine himmlische.»
Dieser Appell des Herrn zielt auf vernünftige Menschen ab, an diejenigen, die ihren Verstand zum eigenen Wohle und desjenigen der gesamten Menschheit einsetzen.
Auch wir, die wir heute hier sind wie es von Gott, dem himmlischen Vater, seinem Sohn und seinem Arbeiter den Heiligen Geist gewollt ist, denen auf ewig Ruhm und Verehrung gebühren, verlassen uns auf den Verstand dieser Menschen.
Amen