Viktor Groudinin

Predigt Nr.2

Predigt Nr. 2 (Text 2-3-4)

Text 2

Gräuel der Verwüstung

«Ein Gräuel und eine Freveltat ist es, Gott quasi zu dienen, während man Gott verneint und sich selbst an Gottes Statt stellt. Die Verwüstung ist der Zustand der Welt, eine Gottlosigkeit und eine fehlende Spiritualität. „Der Gräuel der Verwüstung, dass er steht an der heiligen Stätte“ ist der dritte Tempel Jerusalems

Bevor man über den dritten Tempel Jerusalems spricht und bevor man über ihn spricht als ein „Gräuel der Verwüstung“, muss man zunächst einmal verstehen, was überhaupt ein Tempel ist. Die Definition von „Gräuel der Verwüstung“ ist die Definition eines Propheten, ausgesprochen durch den Propheten Daniel. Überhaupt ist die Definition „Gräuel der Verwüstung“ eine schwerwiegende Anschuldigung in Bezug auf diejenigen, an die sie gerichtet ist. Um etwas oder jemanden als Gräuel der Verwüstung zu bezeichnen, muss man ernsthafte Gründe dafür haben. Es ist eine prophetische Definition, die vom Propheten Daniel verkündet wurde. Und wie wir wissen, sagen Propheten niemals etwas von sich aus.
Propheten sprechen immer nur im Namen Gottes durch die Eingebung des Heiligen Geistes. Also ist die Definition „Gräuel der Verwüstung“ von Gott selbst gegeben.
Aber woher soll man wissen, wofür genau diese Definition gegeben wurde? Diese Prophezeiung war über viele Jahrtausende hinweg verborgen. Alle Prophezeiungen werden nur von Gott selbst erteilt und auch offenbart. Die Menschen können sich durch ihre Hirngespinste alles Mögliche einfallen lassen, doch die Prophezeiung wird trotzdem verborgen bleiben.
Gott hat Gnade walten lassen und die Prophezeiung offenbart, die von Daniel verkündet wurde. Wir wissen nun, dass der „auf der heiligen Stätte stehende Gräuel der Verwüstung“ der dritte Tempel Jerusalems ist.
Doch was hat sich da ereignet? Warum waren die zwei Tempel vor der Zerstörung des zweiten Tempels gottgefällig, und der dritte Tempel noch vor seiner Erbauung nicht von Gott gewollt?
Um in dieser Frage Klarheit zu erlangen, muss man verstehen, was ein Tempel überhaupt ist.
Wir sind alle gewohnt, einen Tempel als einen Ort der Gottesanbetung, als einen Ort der Darbringung von Gebeten, als einen Ort der Gläubigen zu verstehen. Diese Funktionen eines Tempels haben sich tief in unser Bewusstsein eingeprägt und wir geben das Verständnis davon von Generation zu Generation weiter.
Und was denkt Gott selbst darüber? Was denkt Gott über den Tempel, der aus Steinen, Holz und Beton von Menschenhand gebaut wurde?

Um auf diese Frage antworten zu können, muss man sich anschauen, was Gott zu dieser Frage im Buch „Sammlung von Offenbarungen“ verkündet hat. Schauen wir uns also den Text unter der Nummer 75 an.

Die Stiftshütte, die Bundeslade, der Jerusalemer Tempel. Die wahre Bedeutung, die Gott ursprünglich in ihre Schenkung an die Menschen legte

Um den wahren Sinn zu begreifen, den Gott in die Schenkung der Stiftshütte, und dann des Jerusalemer Tempels an die Menschen legte, muss man sich in die Zeit zurückversetzen, als Gott unser Herr Jesus Christus auf der Erde weilte. Schauen wir einmal in das Johannes-Evangelium, Kapitel 2, Verse 18-21: „Da fingen die Juden an und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen, dass du dies tun darfst? Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brecht diesen Tempel ab und in drei Tagen will ich ihn aufrichten. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? Er aber redete von dem Tempel seines Leibes“. Wie wir in dieser Episode sehen, hat der Herr unzweideutig eine Parallele zwischen seinem Leib, in dem der Geist Gottes, der Geist Christi wohnte, und dem Jerusalemer Tempel gezogen. Und der Jerusalemer Tempel wurde vom Heiligen Geist besucht. Doch es war nicht Gottes Ziel, in menschgemachten Wohnungen zu hausen. Gott hatte andere Absichten in Bezug auf die Menschen und hatte etwas Radikaleres vorbereitet, das seinen Absichten in Bezug auf die Menschen entsprach. Deswegen hebt Jesus Christus die Gemeinschaft des Menschen mit Gott auf eine andere, höhere Ebene. Auf die Frage nach dem Reich Gottes antwortet der Herr: „das Reich Gottes ist in euch“. Es ist die Erscheinung Jesu Christi auf Erden, die einen Übergang der Gottheit aus steinernen Wohnungen in die Wohnung des menschlichen Herzens kennzeichnete. Und nun vollzieht sich der Gottesdienst in den menschlichen Herzen, in den Herzen, die vom Geist Gottes, dem nicht menschengemachten Licht Gottes geheiligt sind. Und in Bezug auf den Tempel rief der Herr damals aus: „Siehe, euer Haus soll euch wüst gelassen werden“. Diese Worte bezogen sich sowohl auf den Tempel, als auch auf die Herzen der damaligen Pharisäer und das Haus Israels als Ganzes. Deswegen müssen die Befürworter des Baus des dritten Tempels wissen, dass das Haus nach wie vor wüst ist, und dass ihre Herzen erst erfüllt werden, wenn sie den im Namen des Herrn kommenden Segen annehmen. Deswegen ließ Gott auch die Zerstörung des Tempels und den Verlust der Bundeslade zu, weil weder der Tempel, noch die Stiftshütte seinerzeit die Ruhestätte Gottes und der Ort des ewigen Aufenthalts der Gottheit waren. Doch sowohl die Stiftshütte, als auch der Tempel waren ein Archetyp für das menschliche Herz als Wohnung für den Heiligen Geist.
Ein Archetyp für den menschlichen Körper, in dem sich das Sakrament der Wiedervereinigung der Seele mit Gott vollzieht, das Sakrament der Wiedergeburt, der Wiederherstellung der Natur Adams. Als Gott die Erfüllung des Gesetzes forderte, konnte er den Menschen nicht als Hilfestellung das Verständnis darüber vorenthalten, was die Erfüllung des Gesetzes in sich trägt und welchem Ziel sie dient. Zu Zeiten der Stiftshütte und des Tempels suchten die Menschen Gottes Hilfe und Gottes Segen für die Bestärkung ihrer Taten auf Erden, für die Einrichtung ihres irdischen Lebens und für die Erlangung von irdischen Gütern nach ihren damaligen Vorstellungen. Doch sowohl die Stiftshütte, als auch der Tempel trugen in sich den Archetypen der zukünftigen himmlischen Güter, die sich offenbaren sollten, sobald das Volk ein reifes Alter erreichte und der Messias, Gott der Herr Jesus Christus auf die Erde kam. Warum schrieb Moses nicht darüber? Zunächst musste das Volk in Bewegung gesetzt werden, ein Rhythmus, Abläufe und Beständigkeit mussten in das organisierte Leben des Volkes gebracht werden, die Gotteshuldigung musste mit Sinn erfüllt werden, und die Gotteshuldigung musste zu einem integralen Bestandteil des Lebens des Volkes werden. Das Verständnis der gesamten Tiefe dieser Angelegenheit ist das Ergebnis der Gotteshuldigung und der Erfüllung des Gesetzes. Das Verständnis des gesamtes Sinns, der von Gott in diesen den Menschen gegebenen Entwicklungs- und Vervollkommnungsweg gelegt wurde, ist die höchste Ebene der Vervollkommnung des Menschen auf Erden, eine Ebene, die den Menschen aus dem irdischen Zustand in den himmlischen hebt. Deswegen wird klar, dass man den Weg nicht mit der höchsten Ebene der Vervollkommnung beginnen darf, sondern im Gegenteil, mit den ersten Stufen, die nach oben führen. Moses wusste das, die Aposteln trugen es in sich, und der Herr Jesus Christus gab diesen Weg den Völkern, indem er mit der Stiftshütte anfing, dann mit dem Jerusalemer Tempel, dann mit seinem menschlichen Leib, und dann den Menschen die Lehre über das menschliche Herz als den Tempel Gottes brachte. Wenn wir uns die Sinnkonstruktion des Tempels anschauen, so sehen wir ein Abbild des menschlichen Herzens, das auf dem geistigen Aufstiegsweg wächst. Alle Gegenstände der Tempeleinrichtung haben eine symbolische Bedeutung, die den Prozess des geistigen Werdens des Menschen von den anfänglichen Anrufen zu Gott bis hin zur kompletten Vervollkommnung, der Vereinigung mit dem Schöpfer widerspiegeln. Dieser Weg vollzieht sich im Menschen selbst, wenn der Anfang im Herzen entsteht, durch Prozesse in den menschlichen Gehirnen und bis zum Abschluss in der Wohnung des Herzens und im weiteren Aufenthalt in zwei Sphären – der irdischen und der himmlischen. DIE OPFERGABE: Wenn der Mensch einmal von Gott das Verständnis davon bekommt, dass er von nun an Gott dienen und Gott erkennen muss, nimmt der Mensch dieses Verständnis an.
Wenn der Mensch sich an Gott richtet und den göttlichen Willen in Bezug auf ihn begreift, entschließt sich der Mensch, die Zeit des irdischen Lebens dem Dienst am Allmächtigen, der Erkenntnis und der Erfüllung des Willens des Schöpfers und der Gotteserkenntnis zu widmen. Mit anderen Worten entschließt sich der Mensch, sich Gott zu opfern. Es ist dieses Opfer, das die Opfergabe, die Schlachtung der Tiere in der Stiftshütte und später dann auch im Tempel symbolisieren sollte. Genau das meint „Gott zu einem süßen Geruch“. DAS WASCHBECKEN: Solch eine Entschlussfassung wird von einer stürmischen göttlichen Einwirkung auf den Menschen begleitet, was einen Ausbruch von Reuetränen zur Folge hat. Mit den Reuetränen wäscht Gott die Seele des Menschen. Das ist der Beginn der Reinigung der Seele. Es ist diese Waschung, die das Becken symbolisieren soll. SCHAUBROTE: Die symbolische Bedeutung der Schaubrote hat sich den Menschen offenbart, nachdem der Messias, der Herr Jesus Christus auf die Erde kam. Die Offenbarung des Herrn über das Brot als seinen Leib vermittelte den Menschen ein Verständnis von der Präsenz Gottes in allen Schöpfungen und auf jedem Lebensweg der Eiferer. DIE BERÄUCHERUNG: Symbolisiert die Gebete der Heiligen, die zum Thron Gottes aufsteigen. DIE MENORA: Auf einer bestimmten Etappe des Menschen auf dem Weg zu Gott, wenn Gott dem Menschen erscheint, weist der Herr dem Eiferer das göttliche Licht. Diese Lumineszenz erfüllt plötzlich den gesamten Menschen und begleitet ihre Erscheinung mit einem unaussprechlich beglückten Zustand. Der Mensch begreift klar und eindeutig, dass die Göttlichkeit seine Seele berührt und den Menschen von innen erfüllt hat. Die Erfahrung dieses Zustands kann mit keinem anderen dem Menschen bekannten irdischen Zustand verglichen werden. Die Bedeutung dieses Lichts Gottes ist es, die der siebenarmige Leuchter nach dem Gebot Gottes symbolisieren soll. Warum ausgerechnet ein siebenarmiger Leuchter? Die Zahl 7 wurde den Menschen als ein Kode gegeben, der die Fülle der Vollkommenheit bedeutet: sieben Tage der Woche, sieben Farben im Regenbogen, sieben Noten, sieben Zustände der kirchlichen Zusammensetzung. Durch die Zahl 7 muss der Mensch verstehen, dass das Licht Gottes vollkommen ist, dass das Licht Gottes nicht nur ein helles Strahlungsspektrum in sich trägt, sondern auch von der Vernunft des Allmächtigen, der göttlichen Kraft, der Schöpfung des Schöpfers erfüllt ist und im Grunde die Göttlichkeit selbst in der Lichterscheinung ist. Im Reich Gottes, in den göttlichen Sphären hat das Licht keine numerische Bezeichnung, sondern wird von der Vollkommenheit der Schöpfungen als vollkommen wahrgenommen. Doch die Bedeutung des Symbols, das das göttliche Licht kennzeichnet, erlangt die Menora erst dann, wenn die Juden, alle Völker des Planeten zum Christentum konvertieren.
Dann wird dieses Symbol es würdig sein, als Symbol des Lichts Gottes bezeichnet zu werden. Bis dahin spiegelt die Menora den Irrglauben der Juden wider, der zu einer Tragödie für die gesamte Welt wurde. DAS ALLERHEILIGSTE: Das ist genau der Ort, an dem die Begegnung des Menschen mit Gott geschieht. Und dieser Ort ist das menschliche Herz. Das Allerheiligste, die Bundeslade symbolisieren das menschliche Herz als die Ruhestätte Gottes als Ort des ewigen Gottesdienstes, als Ort, der den unfassbaren Gott fasst. AARONS STAB: das Herz des Menschen, das bis dahin tot war und nun von der Berührung des Fingers Gottes aufblüht, der Geist des Priestertums. DIE STEINTAFELN: Die Gebote Gottes, die mit der Hand Gottes in das Fleisch des Herzens geschrieben wurden. DAS MANNA: symbolisiert die Tatsache, dass die Gemeinschaft Gottes mit dem Herzen des Menschen die wahre himmlische Speise ist, die der Menschheit vom Vater geschenkt wurde. Das ist das tägliche Brot, um das der Herr Jesus Christus den Vater zu bitten lehrte: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Der Mensch, der diesen Weg zu Gott gegangen ist, ist zum Himmel aufgestiegen und wurde Teil des Volkes der Himmelbewohner. Dazu sind alle Völker aufgerufen. Diesen Weg schenkte Gott der Herr Jesus Christus der Menschheit, als er aufrief: „Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist“. Steinerne, materielle, von Menschenhand geschaffene Symbole aus alttestamentlichen Zeiten machten Platz für den Schöpfer in den menschlichen Herzen, machten Platz für den Geist Gottes in Wiedervereinigung mit dem menschlichen Geist in unendlichen Zeiten der Ewigkeit. Genau das war der Willen Gottes in Bezug auf die Stiftshütte und den Tempel. Genau das war die Bedeutung und der Sinn, den Gott in diese Gaben an die Menschen auf dem Weg des Aufstiegs der Seelen in himmlische Wohnungen legte. Doch das Verständnis dieser Bedeutungen war den Menschen nicht zugänglich, weil das Verständnis der Wege Gottes und ihrer Befolgung nicht gefragt war und infolge dessen, weil die Menschen geistig unvermögend waren. Doch das setzte die Entscheidungen des barmherzigen Allmächtigen in seiner Konsequenz und in seiner Gnade seinen Schöpfungen gegenüber nicht außer Kraft. Der heiligsten Dreifaltigkeit, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist gebührt Ruhm und Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.

Wie wir also aus dem Vorgelesenen gehört haben, sind der steinerne Tempel (von Jerusalem) oder die von Hand geschaffenen Tempel im Allgemeinen nur ein Abbild von Gottes wahrem Tempel, so wie er im Herzen des Menschen ist. Das menschliche Herz ist kein von Hand geschaffener Tempel – es ist die Heimstatt des Heiligen Geistes, es ist der Ort der göttlichen Ruhe.
Dieser Ort, wo sich die Gebete zu Gott aufschwingen sollen, ist der Ort, wo Gottesdienste stattfinden sollen, der Ort, den Gott bewohnen möchte.
Von Menschen erschaffene Tempel sind gut für gesellschaftliche Versammlungen, für gemeinschaftliche Gebete, für organisierte gesellschaftliche Veranstaltungen und Rituale. Aber ein Tempel an sich, also ein Tempel nach dem Verständnis Gottes sollte das vom Heiligen Geist erfüllte menschliche Herz sein, in dem Gott wohnt. Denn Gott wohnt nicht in steinernen Heimstätten. Die Erscheinung Gottes im Tempel von Jerusalem und auch andere Fälle der Erscheinung Gottes in Tempeln sind dazu da, damit die Menschen begreifen, dass es im Tempel ihres Herzens das gleiche sein wird. Das muss man ein für allemal verstehen. Gott möchte in gottgefälligen, gottgleichen Geschöpfen wohnen, also in den Menschen, die nach dem Vorbild Gottes geschaffen wurden.

Die Zerstörung des ersten Tempels von Jerusalem und die Zerstörung des zweiten Tempels von Jerusalem ließ Gott wegen der Lästerlichkeit der Söhne Israels zu. Und wenn Gott zugelassen hätte, dass steinerne Tempel als Heimstätten der Ort sind, an dem Gott wohnt, dann hätte Gott niemals zugelassen, dass sie zerstört werden.
Doch damit den steinernen Heimstätten die Kraft des Sinnbilds eines wahren Tempels gegeben wird, kam es in den Tempeln von Jerusalem zu göttlichen Erscheinungen.
Und diese göttlichen Erscheinungen waren Geschenke an die frommen Herzen der Söhne Israels für ihre Aufgeschlossenheit Gott gegenüber.
Doch als sich ihre Herzen mit bösen Gedanken und Gotteslästerlichkeit füllten, folgte die Zerstörung der Tempel.
Der dritte Tempel Jerusalems, der auf Befehl des Antichrist erbaut werden sollte, ist von Anfang an, noch vor seiner Erbauung nicht gottgefällig.
Man muss verstehen, dass nicht der architektonische Bau selbst, nicht die Steine, der Beton, das Gold usw. gotteslästerlich sind. Da jedoch der steinerne Tempel ein Abbild des menschlichen Herzens ist, ist vor allem der Zustand der Welt, der Zustand der menschlichen Herzen in der Epoche unpassend, in welcher der dritte Tempel gebaut wurde
Nachdem Gott selbst, der Herr Jesus Christus in der Welt erschien, nachdem er alle Völker gelehrt hat Gottes Tempel in den eigenen Herzen zu errichten, nach der zweitausendjährigen Erfahrung der Hinwendung zu Gott, nach der Höhe der den Menschen geschenkten göttlichen Offenbarung, wenn man nach alledem steinerne Bauwerke errichtet, Tiere opfert, und weiter auf dem Niveau der alttestamentarischen wilden Stammesvölker denkt, muss dies alles zusammen die zornige Reaktion Gottes und eine zornige Definition der Epoche als Gräuel der Verwüstung hervorrufen.
Um aus der göttlichen Definition der Epoche der Erbauung des dritten Tempels herauszufinden, muss diese Epoche vom Gräuel gereinigt werden, muss die verwüstete Welt neu belebt werden, damit Gott in ihr wohnen kann, muss das Leben der Menschen mit einem Sinn erfüllt werden, der in der Hinwendung zu Gott und in der Vorbereitung der menschlichen Seele auf die Übersiedlung in die himmlischen Sphären besteht.

Aber schauen wir einmal, was Gott darüber im Buch „Sammlung von Offenbarungen“, im Text unter der Nummer 76 sagt.

Der dritte Tempel Jerusalems und seine Definition als „Gräuel der Verwüstung“

Wir erwähnten bereits die Bedeutung des Jerusalemer Tempels, die Gott ursprünglich in ihn legte. Der Jerusalemer Tempel sollte das Urbild des menschlichen Herzens sein, ein Urbild für den Weg des Menschen zu Gott. Der Tempeldienst sollte das Volk auf dem Weg der Erkenntnis des wahren Gottes voranbringen, bis hin zur Begegnung des Volkes mit Gott, mit dem Messias Jesus Christus. Die Ablehnung Christi legte den Anfang für das Entstehen der Verwüstung: der Verwüstung in den menschlichen Herzen, der Verwüstung in der Welt, die Gott ablehnte. Die Ablehnung Christi zieht geistige Verarmung, die Verwüstung der menschlichen Seelen nach sich, die nicht vom Segen Gottes erfüllt sind, zieht eine unreflektierte Existenz der Welt nach sich, zieht Unmenschlichkeit nach sich. Die in der Welt gestiegene Geistlosigkeit stürzte die Welt in die Fänge Satans, des Gegners Gottes und des Mörders der Menschen. Der Heilige Geist, der im Verlauf der gesamten Geschichte der Menschheit die Einflussmacht Satans auf die Menschen aufhielt, muss hinweggetan werden. Jetzt wird die Einflussmacht Satans auf die Menschen nicht vom Aufhaltenden begrenzt. Satan wurde erlaubt, die Welt mit Bösartigkeit und Verfall zu verführen. Ein in diesen Bedingungen erbauter dritter Tempel wird zum Symbol für Betrug, Verfälschung der Werte, zum Symbol des Kampfes gegen Gott. Der einkehrende Antichrist wird seine Anbetung wie die eines Gottes einfordern. Das wird eben „Gräuel“ bedeuten, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel. Der Tempel und der Tempeldienst werden nicht mehr das Ziel haben, die Völker zum wahren Gott zu führen, sondern werden das Ziel verfolgen, den lebenden Menschen und Antichristen zu verherrlichen. Das wird genau die „Verwüstung“ sein, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel. Auf diese Weise wird der Tempel, der in Bedingungen der Verwüstung errichtet wurde und die Macht des Antichristen symbolisierte, dieser „Gräuel der Verwüstung“, der auf der heiligen Stätte steht, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel. Die heilige Stätte ist das Heilige Land selbst, das von Gott selbst als solches bezeichnet wurde. Heilig kann nur das sein, was Gott selbst als heilig bestimmt. Das Land Israel ist genau die heilige Stätte, von der Gott sprach. In einem anderen Vers der Prophezeiung sprach Daniel vom „Flügel des Heiligtums“ neben dem „Gräuel der Verwüstung“ aufgestellt werden. In fernen altertümlichen Zeiten wurden zwei Tempel als Heiligtümer begriffen, deswegen blieb die Richtung des prophetischen Gedankens in der Zukunft auch in Bezug auf den dritten Tempel unverändert. Das Heiligtum muss man außerdem als eine Welt begreifen, die von der göttlichen Präsenz erfüllt ist. Die Welt, die von der Umsetzung des Willens Gottes erfüllt ist und die nach dem von Gott aufgestellten Gesetz, nach Gottes Vorsehung für die Menschen lebt.

Doch diese Welt ist eine angestrebte und angenommene Welt, die Welt der Zukunft, die den Willen Gottes angenommen hat. Deswegen bezeichnete Daniel die Welt als Ganzes als Heiligtum, die Welt im Grunde so, wie sie sein sollte. Wie Daniel sagte: „und bei den Flügeln werden stehen Gräuel der Verwüstung“. Nach den Worten des Herrn Jesus Christus: „dass er steht, wo er nicht soll“. Damit „der Gräuel“ steht, wo er nicht soll, muss er erst aufgestellt werden. Das heißt, „neben dem Flügel des Heiligtums“ aufgestellt. Was heißt aufgestellt? Man muss verstehen, von wem er aufgestellt wurde? Von den Menschen. Der Antichrist (Gräuel) wurde zur Herrschaft über die Menschen aufgestellt, aufgestellt, um zu herrschen. „Neben dem Flügel des Heiligtums“ – das heißt aufgestellt, den Platz einnehmend, den nur etwas von Gott Aufgestelltes zurecht einnehmen darf. „Der Flügel des Heiligtums“- ist der Weltthron, der zurecht nur von Gott errichtet wird und der auf der Erde die Herrschaft Gottes bestätigt. Alle Versuche, die Worte des Propheten Daniel anders zu erklären, entbehren jeglicher Grundlage. Diese Erklärung ist richtig und wird vom Leben selbst bestätigt in heutigen und folgenden Zeiten. „Der Gräuel der Verwüstung“ geht vom Zustand der menschlichen Gesellschaft aus. Gott gab eine Definition für diesen Zustand ab – Verwüstung. Dieser Zustand der Gesellschaft ist das Ergebnis einer anhaltenden, peniblen Tätigkeit der Weltherrscher und derjenigen, die es sein wollen. Das ist das Ergebnis eines subversiven geistigen Kampfes gegen Gott durch einen moralischen und geistigen Verfall der menschlichen Gesellschaft, durch die Verfälschung der allgemeinmenschlichen Werte, die den Menschen von Gott geschenkt wurden mit satanischen Werten, mit Werten des moralischen und ethischen Auswuchses, mit Werten der Gewalt, der Vernichtung des Menschen durch andere Menschen, mit Werten der schmutzigen Zügellosigkeit und körperlichen Perversionen. Deswegen sollten die Menschen sich ernsthaft überlegen, wozu ein Ignorieren der Wege Gottes und wozu die Missachtung des Willens Gottes führen wird. Es wird nämlich zu Einem führen – zum Ende der menschlichen Geschichte und zum Ende des Seins eines jeden Menschen, der Gott nicht anerkennt. Gott dem Herrn der heiligsten Dreifaltigkeit, die den Menschen Wege der Erkenntnis der Errettung und Wege zum ewigen Leben geschenkt hat, gebührt Herrlichkeit in alle Ewigkeit! Amen.

Aber warum war diese Prophezeiung der Gräuel der Verwüstung im Verlaufe von tausenden von Jahren verborgen?
Nun, weil die Prophezeiung in all diesen tausenden von Jahren nicht aktuell war. Denn diese Prophezeiung wurde am Ende aller Zeiten, am Ende der Menschheitsgeschichte ausgesprochen.

Hier kommt die Frage auf: Nun ist diese Prophezeiung jetzt etwa aktuell? Oder bricht jetzt bereits das Ende der Menschheitsgeschichte an?
Antwort: Nein. Genau heute ist diese Prophezeiung noch nicht aktuell, denn der dritte Tempel ist noch nicht erbaut. Doch dass die Prophezeiung heute offengelegt wurde besagt, dass die Aktivitäten in der Welt zur Errichtung des dritten Tempels Fahrt aufgenommen haben und dass vor allem die Gräuel der Verwüstung in der Welt unumkehrbar Fuß fassen.

Text 3

Ohne Christus gibt es keine Erlösung. Damit ist nicht so sehr das Wissen um Christus gemeint, sondern die Seeleneigenschaften von Christus. In jedem Volk gibt es Vertreter, in denen die Christeneigenschaften hervortreten, denn es steht geschrieben: „in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm“. Und wer recht tut, ist auch derjenige, der die Seeleneigenschaften von Christus besitzt.

Ohne Christus gibt es keine Rettung“.
Viele Menschen, viele Christen glauben von Christus zu wissen. Sie haben von Christus gehört, kennen die Geschichte der Evangelien. Und schon nehmen sie an, dass ihnen diese Kenntnis ausreicht, um sogar ein religiöses Leben zu führen, die religiösen Feiertage einzuhalten und sich im Gebet an Christus zu wenden. Und viele, auch Christen stellen nicht die Frage: Genügt mir all das denn zur Errettung? Führt denn die Einhaltung der Rituale zum gewünschten Ergebnis, nämlich: zur Nachfolge vom Reich Gottes?
Die Einhaltung der Rituale, die Lektüre der kirchlichen Literatur, die Friedensgebete – all dies ist nur Willkür, die Willkür um irgendein Ergebnis zu erzielen.
Aber ist all das die Antwort auf die wichtige Frage: Genügt mir all das denn zur Errettung? Und was sagt Gott dazu? Aber Gott sagt: „Ohne Christus gibt es keine Rettung. Es ist nicht, dass man Christus nicht kennt, sondern dass die Seele nicht die christlichen Eigenschaften hat“. Und dies ist jedoch das Wichtigste für die Errettung. Nicht das Wissen über Christus ist für die Errettung wichtig, sondern die christlichen Eigenschaften der Seele. Die vorhandenen christlichen Eigenschaften im Menschen sind seine Rettung.

Man kann Christ sein, d.h. in einem christlichen Umfeld aufwachsen, man kann etwas über Christus wissen, d.h. von Kindheit an etwas über Christus gehört haben. Aber bei all dem kann es auch sein, dass die Seele keine christlichen Eigenschaften hat und sich stattdessen auf dem Weg ins wahre Verderben befindet.
Man kann auch in einem muslimischen Umfeld geboren sein, niemals etwas von Christus gehört haben oder nur äußerst oberflächliche Kenntnisse haben, aber bei alldem trotzdem christliche Eigenschaften besitzen und das bedeutet eine Chance zu haben gerettet zu werden. Denn für Gott sind nicht die (theoretischen) Kenntnisse des Menschen wichtig, sondern für Gott ist das am Menschen wichtig, wie er seine Tage im Umgang mit den ihn umgebenden Menschen verbringt. Welche Beziehungen der Mensch zu seinen Nächsten aufbaut und in welchem Umfang die Liebe oder Nicht-Liebe des Menschen gegenüber der Welt zum Ausdruck kommt.

Doch was bedeutet es, dass die Seele christliche Eigenschaften hat? Was sind das für Eigenschaften?
Gott spricht durch Petrus «in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm». Das bedeutet, dass es christliche Eigenschaften sind, Rechtes zu tun, Wahrheit zu schaffen. Aber was bedeutet es sich für die Wahrheit einzusetzen?
Nun, es bedeutet vor allem von der Unwahrheit und jeder Art von Arglist abgestoßen zu sein. Die Lüge zu hassen. Das Wesen der Lüge ist das Wesen von Gottes Feind dem Satan. Die Lüge ist eine Gott feindlich gesinnte Energie. Es ist unwichtig, auf welcher Ebene sie stattfindet: ob in der Familie, unter Freunden, ob auf politischer Ebene oder auf staatlicher Ebene – dies ist alles gleichgültig. Die Lüge ist ein böser Energieträger – es ist die Energie des Bösen. Die Energie des Bösen kann nicht dem Königreich Gottes folgen und deshalb sind die mit dieser Energie Infizierten der Verderbnis geweiht.
Doch was bedeutet es Wahrheit zu schaffen? Welche Wahrheit? Was ist Wahrheit?
Die Menschen haben sich jedoch daran gewöhnt, dass jeder seine eigene Wahrheit hat. Und wenn zwei gegensätzliche Menschen aufeinander treffen, oder zwei gegensätzliche Völker, so hat jeder/s von ihnen seine eigene Wahrheit.
Und welches soll dann die gemeinsame Wahrheit sein? Existiert eine höhere Wahrheit?
Gibt es denn allgemeine Kriterien für die Wahrheit bei allen Menschen auf der Erde? Ja, es gibt sie. Eine gemeinsame Wahrheit für alle Menschen kann auch die Wahrheit sein, die die Seele der Menschen rettet. Wenn die Wahrheit den Menschen in das Reich Gottes führt, dann ist das die echte Wahrheit. Die Wahrheit, die den Menschen nicht zu Gott führt, die die Seele des Menschen nicht errettet, diese Wahrheit ist keine Wahrheit, ist nicht die Wahrheit Gottes. Denn nur die göttliche Wahrheit ist die Wahrheit und errettet die Seele des Menschen. Die göttliche Wahrheit wird in den Evangelien, in den Worten und Taten des Herrn Jesus Christus widergespiegelt. Jesus Christus ist die Wahrheit und das Wahrhaftige.

Der Weg, den Jesus Christus den Menschen gewiesen hat, ist der Weg zur Wahrheit, und also der Weg zur Erlösung.
Moslems können entgegnen: „Wir haben den Koran und in diesem steht auch die Wahrheit.“
Ja, in diesem steht die Wahrheit, aber nicht die göttliche Wahrheit. Denn wenn in ihm die göttliche Wahrheit stünde, dann würde der Herr Jesus Christus darauf hinweisen. Aber Gott hat, im Gegenteil, auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass die Moslems den christlichen Glauben annehmen sollen.
Unter den Moslems gibt es jedoch Vertreter, die die christliche Wahrheit schaffen und deren Seele also christliche Eigenschaften besitzt.

Überhaupt sind christliche Eigenschaften der Seele nicht nur die Eigenschaften von Christen. Echte Christen sind einfach jene, die vor allem diese Eigenschaften besitzen. Es sind allgemein menschliche Eigenschaften. Es ist die Reinheit der Sitten, ein gutes ehrenhaftes Gewissen, Barmherzigkeit, Liebe zu allen Nächsten, die man auf seinem Weg trifft, Freigiebigkeit, die Bevorzugung des Spirituellen gegenüber dem Materiellen, Gottesfürchtigkeit, kein Böses schaffen, Güte bei allen Taten, die Bereitschaft zur Selbstaufopferung zur Rettung des Nächsten, Arbeitsamkeit, Bevorzugung ehrlicher Arbeit, hohe moralische Ansprüche im Einklang mit göttlichen Gesetzen und den Gesetzen des Gewissens.
Wenn diese Eigenschaften allgemein menschlich sind und auch bei den Vertretern von nichtchristlichen Völkern und nichtchristlichen Glaubensrichtungen vorhanden sind, müssen dann diese Vertreter das Christentum annehmen?
Ja, das ist notwendig. Denn die Annahme des Christentums ist Wollen und die Absicht des Herzens. Und wie bekannt ist, werden die Menschen nach ihren Taten und nach ihren Herzensabsichten beurteilt. Und wenn die Menschen nicht vorhaben das Christentum anzunehmen, dann wird Gott diese Menschen fragen: Warum denn? Warum wollten sie das Christentum nicht annehmen? Welche Hindernisse bestehen im Christentum dieses anzunehmen? Das ist die echte Lehre des echten Gottes. Aber wenn die Lehren Gottes nicht angenommen werden, wird auch Gott nicht angenommen. Und das ist eine große Sünde. Doch wenn Gott nicht angenommen wird, wird automatisch der Gegner Gottes angenommen. Aber wer wem dient, wird diesem auch folgen.

Text 4

Christus ist gekommen, um das Gesetz auszuführen, weil das Gesetz nicht befolgt wurde. Das Gesetz wird nicht durch die Ausführung von Ritualen befolgt, sondern durch die Erlangung des Heiligen Geistes. Gott ist nicht gekommen, um Ziegenböcke zu schlachten, Blut an die Türpfosten zu schmieren und die Kelche zu spülen, weil nicht dadurch das Gesetz verfolgt wird. Die Einhaltung von Ritualen führte nicht zu einer Befolgung des Gesetzes und nicht zur Erlangung des Geistes. Christus ist gekommen, um die an ihn Glaubenden mit dem Geist zu erfüllen, und die an Christus Glaubenden werden vom Heiligen Geist erfüllt und vereinigen sich somit mit Gott, denn die Befolgung des Gesetzes ist Christus. Gott kam auf die Erde und beschloss das Gesetz mit dem Heiligen Geist. Die bisherige Unkenntnis war vorbei, es begann eine neue Ära – die Ära der Gesetzesbefolgung.

Und also: Christus kam genau deshalb, um das Gesetz zu erfüllen, WEIL DAS GESETZ NICHT ERFÜLLT WAR:
Warum wurde das Gesetz nicht umgesetzt? Das Gesetz wurde doch erlassen um umgesetzt zu werden, doch es wurde nicht umgesetzt? Und was bedeutet die Umsetzung des Gesetzes, was bedeutet es ein Gesetz zu erfüllen?
Um auf diese Fragen antworten zu können, muss man darüber sprechen, was ein Gesetz ist und wozu es erlassen wurde. Und warum seine Anwendung so wichtig war.
Nun, wir wissen, dass den Israeliten das Gesetz durch Moses gegeben wurde als Gott Moses auf dem Berg Sinai erschien. Niedergeschrieben war es in fünf Büchern, die den Namen Thora bekamen.
Frage: Aber wozu sollte Gott den Israeliten ein Gesetz geben? Warum hielt Gott das für notwendig?
Nach der weiteren Entwicklung der Menschheitsgeschichte können wir mit Hilfe unserer menschlichen Logik einige Schlussfolgerungen daraus ziehen.
Doch unser Wissen darüber begrenzt sich nicht auf die menschliche Logik, sondern beruht vor allem auf Gottes Offenbarungen, die in sich eben dieses Ziel enthalten, das Vorhaben Gottes in Bezug auf die Menschen zu entdecken.
Die Vermehrung der Menschen auf der Erde nach der Sintflut, die Bevölkerung der gesamten Erde durch die Menschen stellte die Menschen vor das Problem der Kommunikation zwischen verschiedenen Gruppen von Menschen, zwischen Stämmen, zwischen Gemeinschaften, zwischen sich herausbildenden Völkern. Die Schwierigkeiten des Alltags, die Schwierigkeiten in den Lebensbedingungen der Menschen brachten den Menschen dazu Schutz vor Naturkatastrophen zu suchen, vor der sich immer weiter ausbreitenden Feindschaft zwischen den Stämmen und Völkern. Und eine der möglichen Formen des Schutzes sahen die Menschen in der Kraft des Jenseits‘, in den sogenannten Göttern. Die Vorstellung von allen möglichen Göttern war das Resultat der erschütterten, erhitzten äußeren Umstände und menschlichen Phantasien.

Die Vertiefung der Menschen in ihre Phantasien führte manchmal dazu, dass die Menschen Kontakt zum Jenseits hatten, was an sich beim Menschen den Glauben an die Götter festigte und nach sich zog, dass die Menschen diesen Göttern dienten. Diese Praxis erfuhr eine flächendeckende Verbreitung und war zu jenen Zeiten eine normale Erscheinung in der gesamten menschlichen Gesellschaft. Die Evolution dieser Erfahrung der Kommunikation mit dem Jenseits führte zu den verrücktesten Formen des Götzendienstes bis hin zu Menschenopfern und der Opferung der eigenen Kinder an Gott.
Der weitere Verbleib der Menschen auf der Erde, die weitere Vermehrung der Menschen auf der Welt konnte vom Schöpfer nicht ohne eine Kontrolle gelassen werden. Umso mehr als der Schöpfer die Praxis des menschlichen Götzendienstes als Verbreitung des Unehrenhaften unter den Menschen, als Lasterhaftigkeit der Menschen, als Weg, welcher die Seelen der Menschen dem Verderben weiht und als Weg, der die Menschen dazu verdammt ihre Ziele nicht zu erreichen, die ihnen vom Schöpfer vor der Welt vor deren Erschaffung gestellt hat, ansah.
Doch was ist das für ein Ziel, das der Schöpfer vor der Welt vor Beginn von deren Erschaffung gestellt hat? Dazu gab es bis heute noch keine bestimmte und klare Meinung, Kenntnisse und keine bestimmte Antwort auf diese Frage. Doch darüber wird klar definiert eine Meinung wiedergegeben und in diesen beiden Büchern wird eine klare Antwort darauf gegeben:
In der „Sammlung von Offenbarungen“ und in der „Wirtschaftsordnung in der Gesellschaft des Lichts“, die an sich ein Buch darstellen. Darüber werden wir noch diskutieren, wenn wir uns den nachfolgenden Texten und dem Umfang aller Bücher zuwenden.
Und also griff der Schöpfer im Zusammenhang mit der Verderbtheit der Menschen auf Erden (der Welt bereits nach der Sintflut) und im Zusammenhang mit ihrem endgültigen drohenden Untergang (eben aufgrund der Lasterhaftigkeit der Menschen, wegen ihrer Verderbtheit und Untauglichkeit, wegen derer auch die vorsintflutliche Welt ausgelöscht wurde) dazu, den Menschen den Weg zu weisen hin zur Erlangung der Erlösung der Menschen, die grundsätzlich zur Verkörperung des göttlichen Plans für die Menschen notwendig war, wobei er dabei die Methode der religiösen Selektion der Menschen wählte.
Um das Vorhabens des Schöpfers auf Erden umzusetzen, brauchte der Schöpfer Vollstrecker, getreue Diener Gottes, die den Plan Gottes im Verlaufe der gesamten nachfolgenden Menschheitsgeschichte mit Leben erfüllen konnten.
Wir alle kennen die weitere Geschichte von Abraham, die Geschichte von Jakob, die Geschichte der Entstehung von Gottes auserwähltem Volk gut. Doch für viele hört hier auch die Kenntnis des göttlichen Vorhabens auf und viele stellen sich nicht die Frage: Was bedeutet eigentlich religiöse Selektion im Verständnis Gottes? Doch das ist eigentlich die wichtigste Frage der gesamten Menschheitsgeschichte. Das ist es genau, weswegen das Volk Gottes von Gott erschaffen wurde. Das ist es genau das, wozu das auserwählte Volk berufen ist. Die religiöse Selektion der Menschen gibt dem ganzen Wirken Gottes überhaupt erst einen Sinn.
Dank des Plans zur religiösen Selektion erlangte die Menschheit überhaupt erst das Recht weiterhin auf dem Planeten zu leben, das Recht auf einen weiteren Fortbestand.
Doch alles der Reihe nach.

Es gab also ein Gesetz.

Wozu wurde es den Israeliten gegeben und was ist überhaupt ein Gesetz?

Um hierüber zu sprechen, müssen wir uns die Lebensbedingungen, die Atmosphäre auf der Welt in diesen Zeiten, in denen die Menschen begannen sich anzusiedeln, vorstellen. Die Schwierigkeiten bei der Nahrungsbeschaffung, die Schwierigkeiten bei der eigenen Bewahrung vor Naturkatastrophen, schwierige Wetterverhältnisse, mangelnde Wohnungen, eine erhöhte natürliche Sterblichkeit – all diese schwierigen Lebensbedingungen der Menschen auf der Erde waren oft Grund für Konflikte zwischen Gruppen von Menschen, zwischen Völkern und auch zwischen allen Menschen im Allgemeinen. In der Welt herrschte das Gesetz des Stärkeren. Der Starke wurde vom Schwachen aussortiert, der Schwache vom noch Schwächeren und alles kehrte in seine Kreise zurück. Der Mord an einem Menschen wurde zur Norm in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Gewalt und Waffen wurden zum Hauptargument bei der Lösung dringender Probleme. Es war einfacher einen Menschen zu töten, als sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen. Gegenseitiger Raub, leichte Beute gewährleisteten ein relatives Lebensniveau für eine gewisse Zeit. Das Maß für Gerechtigkeit war Gewalt. Und zu all dem kamen der Götzendienst, die fleischlichen Perversionen, die kein Maß und keine Grenzen kannten, hinzu.
Niemand konnte den anderen anklagen, denn es gab kein Kriterium für die Bewertung des Geschehens. Das hauptsächliche Ziel der Existenz war die Befriedigung der biologischen und körperlichen Bedürfnisse in all ihren Formen und Ausprägungen.
Es gab keine Gräueltaten auf der Welt, die der Mensch nicht begangen hätte. Jeder war für sich sowohl Richter als auch Henker, sowohl Priester als auch Opfer.
Und in diesem von Gräueltaten verdorbenen Körper der Menschheit hat der Schöpfer eine Lücke gebildet und setzt in diese das auserwählte Volk Gottes. Diese Lücke konnte nur mit chirurgischen Methoden erzeugt werden. Von hieraus kamen auch die Kriege Israels mit den Stämmen, die das gelobte Land besiedelt hatten.

Und so kam das auserwählte Volk auf die Weltbühne und bekam seinen Platz im Körper der Menschheit und bereitete sich darauf vor, den Schöpfer zu erhören. Und der Schöpfer sprach Worte an die Israeliten aus:

Höre Israel!

Ich, der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land der Ägypter geführt hat, aus dem Haus der Sklaverei;
Du sollst keine anderen Götter haben außer mir.

Dieses Gebot Gottes schenkte dieser den Söhnen Israels und durch sie der ganzen Welt für alle weiteren Jahrhunderte des Bestehens der Menschheit. Gott hat sich ein Volk erschaffen, das das Werk Gottes auf Erden vollenden sollte und das das Werkzeug Gottes zur Errichtung des Königreichs Gottes sein sollte.
Als der Schöpfer dem Volk durch Moses die Gebote verkündete, welche es uneingeschränkt beachten sollte, schloss er dem auch ein Regelwerk an, nach dem das Volk sein Leben, seinen Alltag, seine Feiertage ausrichten sollte.
In dem es die Gebote und Regeln erfüllte, sollte Israel sich aus einem formlosen Stamm zu einem mächtigen Volk organisieren, das in der Lage war, die Vorstellungen der Menschen hinsichtlich der Ziele ihres Bestehens auf Erden und die Vorstellungen der Menschen über den einzig wahren Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, den Herrscher der Welt und der Ewigkeit in Bewegung setzen.
Diese Regelungen sollten eine einzigartige Impfung sein, eine Art schützende Immunität gegen die Auswirkungen und Einflüsse der heidnischen Völker, die sich durch Götzendienste, Teufelsanbetung und Verderbtheit versündigen.
Durch das Volk Israel wurde eine lebendige Zelle gebildet, die wachsen und den gesamten Körper der Menschheit heilen sollte, der vom fatalen Übel der spirituellen Blindheit befallen war.
Indem er das Volk auf seinen irdischen Weg vorbereitete hat Gott ihm Kenntnisse über die Entstehung der Erde, über die Vergangenheit des Volkes selbst, über seine Entstehung und darüber, wonach das Volk streben soll, über die Zukunft dieses Volkes und der gesamten Menschheit gegeben.
Die Regeln, die Gott dem Volk vorschrieb, waren eine individuelle Satzung, nach der dieses Volk leben sollte. Diese Regeln, diese Satzung nannte das Volk Gesetze und indem es diese befolgte erwartete es Wohltaten von Gott zu bekommen.
Doch welche Wohltaten konnte das Volk von Gott erwarten und worauf hoffte es?
Nun, als erstes materiellen Wohlstand, Wohlstand für die Familie, Siege bei Kriegen, Schutz vor Feinden, Krankheiten, Missernten und Naturkatastrophen.
Das Volk erwartete also von Gott all das, was sein Leben auf Erden besser, reicher und sicherer machen konnte.
Doch Gott hat bei all dem, was er Moses diktierte, durch den Psalmisten auch solche Worte verkündet:
Ich sage Euch: Ihr alle seid Götter und Söhne des Allmächtigen;
Doch das Volk, das mehr und mehr in der irdischen Eitelkeit versank, schenkte diesen Worten irgendwie keine besondere Beachtung. Es empfand sie als eine Bestätigung des eigenen Auserwähltseins und der eigenen Besonderheit.
Obwohl diese Worte an die ganze Menschheit gerichtet waren
zur Verdeutlichung des Plan Gottes hinsichtlich der Bestimmung des Menschen als Erbe der Ewigkeit und Teilhaber der göttlichen Kraft. Ich sage Euch: Ihr seid Götter und Söhne des Allmächtigen.

Doch das Volk schenkte auch den Worten Moses‘ keine besondere Beachtung:

Das fünfte Buch Mose:18:15
Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.

Was konnten diese Worte Gottes und die Worte Moses‘ bedeuten? Wer konnte damals sofort den Sinn dieser rätselhaften Worte erfassen?

Und nun zur Satzung.
Das Volk nannte sie Gesetz. Aber besteht denn ein Unterschied zwischen einer Satzung und einem Gesetz? Ja, es besteht einer.
Die Satzung schreibt die Verhaltensregeln für das irdische Leben vor, sowohl für die Teilbereiche der Armee, als auch für politische Parteien oder sogar für das ganze Volk.
Aber das Gesetz führt in den Himmel. Denn das Gesetz ist das Gesetz Gottes, es ist spirituell.
„Gott ist der Geist und die, die ihn verehren, müssen ihm im Geiste und in Wahrheit huldigen“, verkündete Gott der Herr Jesus Christus als der damit die Satzung vom Gesetz trennte und eine Trennlinie zwischen der irdischen Satzung und dem Gesetz des Himmels zog.

Und dies sagt Gott selbst auch über das Gesetz. Lasst uns bei Matthäus nachschauen
22: 36-40

Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?
37 Jesus aber sprach zu ihm: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt« (5.Mose 6,5).
38 Dies ist das höchste und erste Gebot.
39 Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
40 In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.
Wie Sie sehen wird das Gesetz nach den Worten Gottes in der Liebe des Menschen zu Gott und seinen Nächsten bestätigt. Das Gesetz ist also das Gesetz der Liebe. Liebe ist das spirituelle Wesen, der spirituelle Frieden. Das Gesetz in der spirituellen Welt ist also selbst spirituell.

Und war die Satzung denn spirituell?
In der Satzung steht: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
D.h. Gewalt gegen Gewalt. Aber kann denn Gewalt einen spirituellen Charakter haben? Selbstverständlich nicht. Sie werden jedoch sagen: Ja, Gott spricht über die Liebe. Aber die Satzung wurde doch auch von Gott gegeben. Und Gott gab das Gebot sich an die Satzung zu halten.

Selbstverständlich. Wenn man aber damit die Lebensbedingungen der Menschen meint in den Zeiten, als die Satzung ausgegeben wurde, als Gewalt noch die Norm der menschlichen Beziehungen war, als die Leute sich gegenseitig umbrachten bevor sie sich gegenseitig zuhörten, so wäre Moses in der Gesellschaft, wenn er von Liebe zum eigenen Feind gesprochen hätte, gesteinigt worden. Denn in dieser Gesellschaft war es erforderlich die Sprache zu sprechen, die die ganze Gesellschaft sprach – die Sprache der Gewalt.
Deshalb gewährt Gott dem Volk auch eine solche Form der Konfliktlösung, um das Volk allmählich auf die spirituelle Beziehungsebene zu führen.
Und bereits der Herr Jesus Christus hat befohlen: „Liebet eure Feinde, segnete die, die euch verfluchen“.
Deshalb konnte das Gesetz vor Christus nicht erfüllt werden.
Vor Christi erfüllte das Volk die Satzung. Aber mit dem Erscheinen Gottes auf Erden eröffnete sich die Möglichkeit das von Christus erhaltene Gesetz zu erfüllen. Es eröffnete sich also die Möglichkeit, dass die Menschenseelen in die Himmelssphäre fahren.
Christus hauchte dem Gesetz einen Geist ein, indem er die irdische Ordnung durch das göttliche Gesetz der Liebe, das Gesetz des Geistes, das Gesetz der künftigen Bewohner des Himmels ersetzte. Deshalb sind die verborgenen Worte Gottes an die Menschen gerichtet: „Ich aber sage euch: Ihr seid Götter“, sie entfalten ihren geheimen Sinn erst nachdem Gott auf der Erde erschienen ist, nach der Offenbarung Gottes zu den Menschenseelen, die das Königreich Gottes erben und die Reihen der Engel Gottes in den himmlischen Sphären füllen werden für alle Zeit.
Wenn das Volk also von der Erfüllung der Satzung eine Verbesserung des irdischen Lebens, des Himmelreiches auf Erden erwartet hat, so wurde für die Erfüllung des von Christus gegebenen Gesetzes das Reich der irdischen Liebe und das Reich der himmlischen Ewigkeit versprochen.
Doch was bedeutet die Erfüllung des Gesetzes? Was bedeutet es das Gesetz zu erfüllen?
Wir haben bereits gesagt, dass das Gesetz spirituell ist, dass das Gesetz ein Gesetz der spirituellen Aktivität des Menschen ist. Der Mensch an sich wurde als spirituelles Wesen geschaffen. Vor allem ein spirituelles, und dann erst ein fleischliches. Denn vor allem der Geist, die Bestandteile der menschlichen Energie bilden in ihrer Verbindung miteinander die Seele des Menschen, dem Wesen nach den Menschen selbst.

Die göttliche Energie der Seele, die Seele selbst sind dem Wesen nach der Mensch. Erst dann wird der Mensch im Fleisch gefangen, damit die Seele eine Form annimmt und eine Reifeperiode unter irdischen Bedingungen durchläuft.
Unter irdischen Bedingungen durchläuft die Seele das Stadium der Reifezeit. Der Planet Erde ist für die Seele wie ein Kindergarten. Auf der Erde fühlt sich die Seele erstmals lebendig. Sie beginnt den göttlichen Raum zu überblicken und sie gewinnt Erfahrung in Beziehungen zu ihr ähnlichen Geschöpfen. Die auf der Erde gewonnene Lebenserfahrung ist für die Seele unersetzlich. Die Seele muss auf Erden alle Stadien der Entwicklung und Vervollkommnung durchlaufen und danach ihr Hauptziel, die Vereinigung mit der Energie und dem Geist des Schöpfers erlangen. Dies ist der hauptsächliche Zweck des Aufenthalts der Seele auf der Erde.
Im Paradies nach dem Sündenfall von Adam und Eva erfolgte die Abtrennung des menschlichen Geistes, der Seele, von der göttlichen Energie. Seitdem wohnt die Seele des Menschen eigenständig auf der Erde. Dies ist eine der Eigenschaften der göttlichen Energie – sie kann in verschiedenen Elementen eigenständig wohnen. Und der gesamte Weg der Seele auf Erden wurde ihr dafür gegeben, dass die Seele auf ihrem Weg erneut die Vereinigung mit Gott erlangt.
Das bedeutet, dass die Seele in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren muss, den Adam und Eva bis zum Sündenfall hatten.
Der Weg der Seele auf Erden zu Gott, zur göttlichen Energie – das ist auch das von Christus geschenkte Gesetz. Dieses Gesetz ist ein spirituelles Gesetz, durch dessen Erfüllung die Menschen die Vereinigung mit der göttlichen Energie erlangen.

So bedeutet also das Gesetz zu erfüllen, sich zu vereinigen mit Gott, die göttliche Energie zu erlangen und die Natur Adams wieder zum Leben zu erwecken.
Wenn die Juden also davon sprechen, dass sie das Gesetz erfüllen, dann erfüllen sie damit lediglich die Satzung, die irdische Satzung, die ihnen nur zur Organisierung des gesellschaftlichen Lebens des Volkes gegeben wurde und sonst nichts. Denn die Waschung der Kelche, die Einhaltung der Rituale, die Bewahrung des Shabbat – all dies ist gut, aber das ist nur das Alphabet, nach welchem die Kinder Lesen lernen. Um jedoch das spirituelle göttliche Gesetz zu erfüllen, muss man die Universität Christi absolvieren.
Da die Juden dies nicht verstehen, analysieren sie weiter die Buchstaben des Alphabets und kümmern sich nicht um die spirituelle Schöpferkraft dieser Buchstaben. Denn wenn ihr spiritueller Diener heute Kelche wäscht und Gottesdienste abhält, morgen aber die mörderische Armee segnet, so ist dies keine Sache des Gesetzes, es ist keine Sache des Geistes. Das ist eine Sache des Fleisches und dadurch wird das Gesetz niemals erfüllt werden. Und das bedeutet, dass es nicht zur Vereinigung der menschlichen und der göttlichen Energie kommt.
Dies wiederum bedeutet, dass der Planet Erde der einzige Platz für den Aufenthalt der Seele ist, die sich nicht mit Gott vereint hat. Die himmlischen Heimstätten bleiben für diese Seelen verschlossen.
Als er den Plan der spirituellen Selektion anwandte mit dem Ziel das Menschengeschlecht zu retten, hat der Schöpfer darauf vertraut, dass wenn das Gottes Volk das Gesetz einmal erfüllt, es beginnt eine spirituelle Selektion aller heidnischen Völker, die Gott nicht kennen, vorzunehmen.
Aber was bedeutet „Gott kennen“?
Gott zu kennen bedeutet nicht theoretische Kenntnisse über Gott zu haben. Aber es bedeutet, Gott an sich zu kennen, d.h. die Anwesenheit Gottes in sich selbst zu haben, die echte Anwesenheit Gottes. Die, welche das Gesetz erfüllt haben, haben Gott in sich. Sie sind Menschen als Träger Gottes, Engel Gottes, die auf Erden wohnen.
Und dieses Wissen um den wahrhaftigen Gott, sollte das Volk Gottes nach den Vorstellungen des Schöpfers zu allen Völkern der Welt tragen. Das genau ist auch die spirituelle Selektion der Menschen nach den Vorstellungen des Schöpfers. Israel soll nicht die irdische Satzung zu allen Völkern tragen, noch die Ausführung der Rituale allen Völkern aufdrängen, sondern eine echte spirituelle Selektion durchführen und vor alledem den Schöpfer kennen.
Dieser Plan des Schöpfers, der Plan der spirituellen Selektion ist auch heute aktuell.
Zu Zeiten, in denen sich die wahre Christenheit in Vergessenheit befindet und die Welt durch die Ankunft des Antichrist und von künftigen apokalyptischen Ereignissen bedroht wird. Und genau heute ist dieser Plan des Schöpfers aktueller denn je. Denn er dient dazu, die von den Propheten in letzter Zeit vorhergesagten Ereignisse zu verhindern.
Deshalb muss das heutige Bewusstsein um wahre Situation der Völker der Welt, das Bewusstsein um den Ernst der Lage, in welcher sich die Welt vor den künftigen Ereignissen befindet, vor allem das Volk Gottes und mit ihm auch alle Völker der Welt dazu anspornen, den Plan des Schöpfers zur Rettung der Menschheit als einzigartige Schöpfung Gottes anzunehmen.