Viktor Groudinin

Predigt Nr.1

Predigt Nr. 1(Text 1)

Liebe Brüder und Schwestern! Liebe Gemeinde!

Heute möchten wir Ihnen das Buch „Sammlung von Offenbarungen“ vorstellen. Wir möchten Ihnen dieses Buch nahebringen und all unsere weiteren Zusammenkünfte und Gespräche werden den Themen gewidmet sein, die in diesem Buch angesprochen sind.
Wir empfehlen Ihnen ebenfalls das zweite Buch des gleichen Autors mit dem Titel „Die Wirtschaftsordnung in der Gesellschaft des Lichts“. Dieses Buch ist eine Anlage und Fortsetzung des Buches „Sammlung von Offenbarungen“. Nun, was kann man insgesamt über diese Bücher sagen? Diese Bücher haben einen Autor, von dessen Hand sie geschrieben wurden. Und dieser Autor steht jetzt vor Ihnen. Doch die Bücher haben ebenfalls einen Co-Autor, durch den sie überhaupt erst entstanden sind. Aber wer ist nun dieser Co-Autor? Wer ist die Person, dank derer diese Bücher das Licht der Welt auf dem Planeten Erde erblickten? Von diesem Co-Autor spricht der Autor der Bücher in ihrem Vorwort. Lassen Sie uns daher einen Blick ins Vorwort zum Buch „Sammlung von Offenbarungen“ werfen.

Also:

Der Autor empfing die Offenbarungen vom Herrn Jesus Christus im Laufe von einiger Zeit und legte die sinngemäße Bedeutung durch seine Erzählung wie von den Offenbarungen gefordert dar. Diese Worte, vom Herrn Jesus Christus geschenkt, manifestierten sich auf dem Papier und sollten als das Wort Gottes verstanden werden, das den Menschen zur Belehrung, zur Korrektur der menschlichen Wege durch die Tätigkeit zum Wohl von Anderen und zur Ehre Gottes geschenkt wurde. Ein nicht bestelltes Ackerfeld wird nicht Gottes Segen erfahren. Ein Pflügender und Säender jedoch wird zu gegebener Zeit sein Wohlergehen, seinen Wohlstand und seine Befriedung ernten. Der Acker ist der Planet Erde und soll von Gottes Arbeitern gepflügt werden, damit das Erntegut die himmlische Kornkammer und den ewigen Speicher des Schöpfers füllt, dem Ruhm und Verehrung in alle Ewigkeit gebührt! Amen.

Wie Sie sehen, ist unser Herr Jesus Christus der Co-Autor, oder genauer gesagt der Autor dieser Bücher. Nicht mehr und nicht weniger. Daher bestand die Aufgabe des jetzt vor Ihnen stehenden Autors darin, im Buch so genau wie möglich das in Worten wiederzugeben, was Gott durch den Heiligen Geist ins Bewusstsein seines ergebenen Dieners eingepflanzt hat, welcher bereits zwanzig Jahre lang Erfahrung im Austausch mit Gott hat.

Beim Lesen oder Hören dieser Bücher ist es daher notwendig daran zu denken und sich daran zu erinnern, dass alle Denkanstöße, die in diesen Büchern gegeben werden, die Ausrichtung aller Handlungen, die in diesen Büchern empfohlen werden, alle Hinweise, alle Forderungen – all das von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, der Heiligen Dreifaltigkeit ausgeht.
In den Büchern wird relativ häufig das Wort WIR verwendet. Unter dem Begriff WIR ist eben diese Heilige Dreifaltigkeit zu verstehen – der Vater, der Sohn und der Heilige Geist, die ihre kommunikative Hinwendung durch die Ansprache der Menschen zum Ausdruck bringen.
Doch warum spricht nun der Autor, gemeint ist Gott oder die von Gott niedergeschriebenen Worte, oft von drei Personen der Heiligsten Dreifaltigkeit?
Nun, erstens deshalb, weil genau das der Wille Gottes war und der Herr bei der Anrede oft das Wort WIR verwendete. Und zweitens, weil Ihr untertäniger Diener, der zwanzig Jahre Erfahrung im Austausch mit Gott hat, bereits mit jeder dieser Personen der Heiligen Dreifaltigkeit kommuniziert hat. Daher trägt das vereinende Wort WIR die Fülle der Offenbarung über die Einheit Gottes in sich.
Im Vorwort geht es nach den einleitenden Worten über den Autor und über die Bestimmung des Buches um einige Arbeiter Gottes, deren Bestimmung es ist, den Acker zu bestellen, damit der Planet Erde Gott dem Herrn Früchte bringe und damit die eingebrachte Ernte an Menschenseelen den Speicher Gottes fülle, der das Reich Gottes ausmacht. Doch wer sind nun diese Arbeiter? Wer sind diese Menschen?
In den Büchern wird eine Antwort auf diese Frage gegeben.
Der Herr zeigt richtigerweise auf, welche Kräfte in der Lage wären, eine Veränderung auf dem Planeten Erde herbeizuführen, damit erstens die Welt ein Reich Gottes auf Erden werde, zweitens damit das Werk des Menschen gottgefällig werde, und drittens damit der von Anfang an seit der Erschaffung der Welt und des Universums durch Gott angelegte Plan sich auf Erden in den Menschen wiederspiegelt.
Es könnte die Frage aufkommen: Sind denn auf der Erde Veränderungen überhaupt notwendig? Sind in der Welt Veränderungen nötig? Und hat denn die Welt bisher Gott keine Früchte eingebracht? Füllen die menschlichen Seelen denn nicht bereits das Reich Gottes?
Genau so ist es. In der Welt ist es notwendig Veränderungen herbeizuführen, denn die Welt ist an einen Punkt gekommen, über den hinaus sich Dinge ereignen könnten, die das Ende der ganzen Welt nach sich ziehen.
Ja, die Menschenseelen haben im Laufe der Menschheitsgeschichte so oder so das Reich Gottes bevölkert. Das galt sich auch für die Zeiten der Propheten und der Gerechten des Alten Testaments und vor allem für die Zeit des Siegeszuges des Christentums auf Erden.
In der heutigen Welt ist es jedoch schwierig geworden das Reich Gottes mit geretteten Seelen zu füllen und es droht sogar ganz und gar unterzugehen.
Ereignisse, die drohen der Welt und ihrer Geschichte ein Ende zu setzen, sind auch deshalb möglich, weil die menschliche Seele keine Rettung findet. Die Verbreitung des Bösen in der Welt gewinnt einen unumkehrbaren Charakter. Eine apokalyptische Entwicklung in der Welt ist auch deshalb möglich, weil die Welt den Sinn für ihr weiteres Dasein verliert.

Der Hauptweg zum Seelenheil in der heutigen Welt ist der Weg der Errettung durch Krankheiten. Der spirituelle Weg zur Errettung der Seele, der uns von unserem Herrn Jesus Christus geschenkt wurde, ist in Vergessenheit geraten, und lediglich einige wenige Menschen sind in der Lage, die Größe und Vollkommenheit dieses Weges zu erkennen. Die Erkenntnis des spirituellen Weges zur Errettung der Seele ist kein Allgemeinwissen mehr, sondern ist zum Schicksal einiger weniger Auserwählter geworden.
Doch weil Gott der Herr der Welt die Erlösung schenken will, trifft er Maßnahmen zur Umsetzung seiner Vorstellung.
In den Büchern bietet Gott eine vollkommen andere Sicht auf die weitere Entwicklung der Menschheitsgeschichte. Er weist auf die Kräfte in der menschlichen Gesellschaft hin, die den Umwandlungsprozess in Gang setzen könnten. Und er weist ebenso auf das letztendliche Ziel dieses Umwandlungsprozesses hin und definiert den Begriff „gottgefällige Gesellschaft“, „gottgefälliger Weg zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft“ sowie den Begriff des „Ziels der Erschaffung und des Bestehens der Zivilisation auf Erden“.
Wenn die Menschen den Unterschied zwischen den Begriffen „gottgefällige Gesellschaft“ und „nicht gottgefällige Gesellschaft“, zwischen „gottgefälligem Weg zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft“ und „nicht gottgefälligem Weg zur Entwicklung der menschlichen Gesellschaft“ erkennen und verstehen, wenn sie den Sinn von Gottes Idee der Erschaffung einer irdischen Zivilisation und der Erschaffung des gesamten Universums begreifen und verstehen, dann besteht die Möglichkeit, dass die Menschen sich für den richtigen Weg zur Weiterentwicklung der Gesellschaft entscheiden.
Was bedeutet es jedoch den „richtigen Weg auszuwählen“? Die Wahl des rechten Weges, der rechte Weg – das ist der Weg, der den Menschen im Verlauf der gesamten Menschheitsgeschichte von Gott gewiesen wurde, aber auch der Weg, der den Menschen speziell in diesen Tagen von Gott gewiesen wird.
Beispielsweise ist das Versprechen Gottes gegenüber Abraham aus ihm heraus Gottes auserwähltes Volk zu erschaffen eine Empfehlung Gottes auf dem Weg der Menschheit. Die Gabe der zehn Gebote auf dem Berg Sinai ist eine Empfehlung Gottes auf dem Weg der Menschheit. Dass der Herrgott Jesus Christus der Menschheit das Christentum schenkte, ist eine Gabe Gottes auf dem Weg der Menschheit. Als die Propheten den Menschen den Willen Gottes verkündeten, war es jedes Mal eine Empfehlung Gottes auf dem Weg der Menschheit. Doch zum großen Bedauern der Menschheit wurden die von Gott gewiesenen Wege bis heute von den Menschen abgelehnt.
Ob ein Weg richtig ist, bestimmt sich durch die Übereinstimmung des gewählten Weges mit dem Willen Gottes, durch die Übereinstimmung des gewählten Weges mit dem, was Gott mit den Menschen vorhat.
Die Menschen müssen sich dieses Vorhaben Gottes genau vorstellen. Denn das Wissen um das göttliche Vorhaben erfüllt die gesamte Existenz der Menschheit, die nach dem Willen Gottes mit schöpferischer Energie zur Bevölkerung des Himmels der Ewigkeit des Schöpfers geschaffenen wurde, mit Sinn.
In der Welt existieren jedoch Kräfte, die dem Vorhaben des Schöpfers entgegenwirken und für die Menschen ein Hindernis auf dem Weg zum Schöpfer darstellen.
Diese Konfrontation gegensätzlicher Kräfte könnte immer zu Gunsten der Menschen entschieden werden, wenn die Menschen zur Umsetzung von Gottes Willen lediglich ihren eigenen Willen auf die Vereinigung mit der positiven Energie des Schöpfers richten würden.

Diese beiden Bücher, in denen das Wort Gottes enthalten ist und die den Menschen geschenkt wurden, helfen ihnen beim Verständnis von Fragen nach der Wahl des rechten Weges, bei Fragen der gegensätzlichen Kräfte und helfen zu verstehen, was Gott mit den Menschen vorhat.

Doch wenden wir uns nun direkt den Büchern zu.

Nun also dem Buch „Sammlung von Offenbarungen“.

Das Buch besteht aus Texten, die in ihrem Umfang unterschiedlich sind.
Im Buch gibt es 81 Texte. Einige davon bestehen aus nicht mehr als ein paar Sätzen. Andere dagegen sind ziemlich umfangreich.
Doch beginnen wir unseren Einblick in das Buch damit, dass wir uns nochmals das Vorwort durchlesen und danach beim ersten Text verweilen.

Vorwort:

Der Autor empfing die Offenbarungen vom Herrn Jesus Christus im Laufe von einiger Zeit und legte die sinngemäße Bedeutung durch seine Erzählung wie von den Offenbarungen gefordert dar. Diese Worte, vom Herrn Jesus Christus geschenkt, manifestierten sich auf dem Papier und sollten als das Wort Gottes verstanden werden, das den Menschen zur Belehrung, zur Korrektur der menschlichen Wege durch die Tätigkeit zum Wohl von Anderen und zur Ehre Gottes geschenkt wurde. Ein nicht bestelltes Ackerfeld wird nicht Gottes Segen erfahren. Ein Pflügender und Säender jedoch wird zu gegebener Zeit sein Wohlergehen, seinen Wohlstand und seine Befriedung ernten. Der Acker ist der Planet Erde und soll von Gottes Arbeitern gepflügt werden, damit das Erntegut die himmlische Kornkammer und den ewigen Speicher des Schöpfers füllt, dem Ruhm und Verehrung in alle Ewigkeit gebührt! Amen.

Erster Text:

Die Hölle

Die Hölle ist der Ort, an dem die Energie der Seele gespalten wird. Noch vor ihrer Geburt existiert die Seele in den Bestandteilen der göttlichen Energie. Bei der Vereinigung dieser Energien an einem bestimmten Ort entsteht dann die Seele. In der Hölle findet der umgekehrte Prozess statt. Die Energie der Seele zerfällt, und das menschliche Element, die menschliche Füllung verfällt. Die Energie existiert weiter, da sie Gottes Energie ist, doch ohne die menschliche Komponente, ohne Identifizierung hört sie auf, einer konkreten menschlichen Person zu gehören. Und letzten Endes verwandelt sich die Seele von einer einheitlichen lebensbildenden Energie in eine energietragende Energie. Und somit geht die Seele in einen Zustand des Nichtseins über. Aber: Die Ewigkeit in der Ewigkeit wird so wahrgenommen, dass zwei Minuten der Ewigkeit als die gesamte Ewigkeit empfunden werden, und ein Jahr der Ewigkeit wird als die gesamte Ewigkeit wahrgenommen, weil es in der Ewigkeit keinen Lauf der Zeit gibt. Man kann nicht sagen, dass die Ewigkeit lange ist; man kann sagen, dass die Ewigkeit immer währt. Deswegen wird eine Seele, die in die Hölle gelangt, immer in der Hölle, im Zustand der Hölle sein und wird immer gespalten und niemals existieren. Dies kann man mit einer Fotografie vergleichen. Wenn Sie fotografiert werden, werden Sie immer auf dem Papierfoto sein, Ihr Bild wird auf dem Foto bleiben, selbst nach Ihrem Tod verbleibt Ihr Bild auf dem Foto, und Sie werden es nicht verlassen können. So ist es auch in der Hölle; wenn Sie in der Hölle erschienen sind, werden Sie sie nicht verlassen können, selbst wenn Ihre Füllung gespalten wird und Sie aufhören zu existieren. Sie werden durch Ihr lebendiges Bild, das sie vor der Spaltung der Seelenenergie hatten, dort verbleiben.
Textende

Und so ist im ersten Text also die Rede von der Hölle. Das Bild der Hölle, oder das, was die Menschen üblicherweise gewohnt sind als Hölle zu bezeichnen, wird mit Wortbegriffen dargestellt.
Bezeichnet Gott die Hölle jedoch auch als Hölle? Oder ist es eine Erfindung der Menschen die Unterwelt so zu bezeichnen?
Zur Begriffsbestimmung von energetischen Zuständen verwendet Gott von Menschen erdachte Worte. Wie zum Beispiel: Hölle, Verzagtheit (die sogenannte Depression), Wohlgefallen. All diese Begriffe, mit denen die Menschen energetische Geisteszustände bezeichnen, sind Begriffe, die ebenfalls dem Mund Gottes entstammen.
Wenn die Menschen also ihre Wahl auf das Wort HÖLLE für die Unterwelt festgelegt haben, so verwendet auch Gott der Herr dieses Wort.
Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass in der spirituellen Welt ein Zustand existiert, der einerseits charakterisiert ist durch die Vollendung der Seele (des Daseins der Seele) und diese dabei jedoch gleichzeitig feststellt, dass das eigene Dasein dem Untergang geweiht ist.
Sollte man sich vor der Hölle fürchten? Oder vor dem was in der Hölle aus der Seele wird?
Selbstverständlich sollte man sich fürchten. Denn in der Hölle erfolgt die Demontage der Seele. Stellen Sie sich einmal vor, welche Leiden die Demontage des lebendigen menschlichen Körpers hervorrufen würde. Mit anderen Worten – die Zerstückelung des lebendigen Leibes. Das sind furchtbare Qualen. Daher wurde die Zerstückelung des Leibes (das Vierteilen) von den Menschen als Qual vor dem Tod angewandt.
Wenn man nach den Worten geht, die im ersten Text stehen, so geschieht dasselbe mit der Seele in der Hölle. Die Spaltung der Seele ist wie die Zerstückelung des Körpers.
Doch obwohl die Seele aus dem Dasein verschwindet, hört sie jedoch nicht auf im Gedächtnis des Universums zu existieren.
Die Gestalt, welche die Seele vor ihrer Demontage hatte, bleibt eingeprägt im Gedächtnis des Universums.
Doch lassen Sie uns einmal in anderen Informationsquellen nachschauen und schauen, was bereits über die Hölle gesagt wurde. Zum Beispiel, was die Hölle nach Ansicht des Lexikons ist:

Lexikon:
Hölle (Gehenna) 1) unzugängliches, raumbezogenes Gebiet, ausgegrenzter Ort, an dem sich Dämonen aufhalten, Ort im Jenseits und Ort für Seelenqualen der reuelosen Sünder; nach der allgemeinen Auferstehung der Toten nach dem Jüngsten Gericht wird die Hölle zum Ort der Qualen des Teufels und all seiner Engel und der sterblichen Menschen, die der würdevollen Ansiedlung im Paradies nicht würdig sind; 2) innerer Geisteszustand von Sündern, der vom Gefühl von Gott verlassen zu sein, dem Gefühl der Einsamkeit und Pein gekennzeichnet ist;

In der Bibel findet man das Wort „Hölle“ 17 mal.
Das Wort“ Hölle“ bedeutet in der Übersetzung aus dem Griechischen Ort ohne Licht. In der christlichen Lehre versteht man unter dieser Bezeichnung ein geistiges Verlies, d.h. einen Zustand der Seele, der durch die Sünde dem Blickfeld Gottes sowie der mit Ihm verbundenen Welt und Glückseligkeit entrückt ist.

Und dies sagen einige der heiligen Väter über die Hölle:

„Die Hölle ist ein endloses Leiden, eine undurchdringliche Dunkelheit und eine trostlose Gehenna, es ist ein schlafloser Wurm, eine nie verstummende Klage, ein unaufhörliches Knirschen, eine ziellose Trauer, es gibt einen unangenehmen Richter, gnadenlose Diener, es gibt dort bittere und ewige Klage“.
Der heilige Ephraim der Syrer.
„Denk nicht…, dass weil sich Gehenna als Feuer bezeichnet, es auch wie ein gewöhnliches Feuer ist. Letzteres verbrennt, was es erfasst, und hört dann auf zu brennen. Doch was von dem anderen Feuer einmal erfasst wird, brennt ewig und hört niemals zu brennen auf“.
Heiliger Johann Zlatoust.

Genau diesen seelischen Zustand des Verbrennens empfindet der Mensch bereits in seinem Leben auf Erden. Es kommt vor, dass obwohl er innerlich verbrennt, der Mensch nicht versteht, was ihm weh tut. Eigentlich schmerzt ihn auch nichts. Doch der Zustand des Verbrennens in seiner Seele ist gegenwärtig. Und genau das ist auch dieses spirituelle Feuer, welches die Seele auch in der Unterwelt verbrennt. Genau dieses Verbrennen ist der Prozess der Spaltung der Seele. Und eben dieser Prozess ist die Höllenqual. Nachdem die Seele gespalten wurde, geht sie in einen Zustand des Nichtseins über, d.h. sie hört auf zu existieren, besteht jedoch in ihrer lebendigen Gestalt trotzdem in der Hölle fort. So wie es von Gott im Text offenbart wird.

Wie wir sehen können, offenbaren sowohl die heilige Schrift, als auch die heiligen Väter ewige Qualen. Warum aber offenbart uns die heilige Schrift „ewige“ Qualen? Weil der Herr Jesus Christus von „ewigen Qualen“ sprach? Ist es möglich, dass es deshalb so ist, weil Gott so ungnädig und so grausam ist, dass er in seiner Grausamkeit die Sünder ewigen Qualen unterzieht? Natürlich nicht. Die Qualen in der Hölle sind ewig aufgrund der Natur der Ewigkeit.
Und Gott hat gar nichts damit zu tun. Denn wir verstehen, dass wenn man uns hier auf Erden fotografiert, wir für immer auf dem Papier der Fotografie bleiben. Und Gott hat gar nichts damit zu tun. Es ist einfach nur das Wesen der Fotografie, dass alles darauf Abgedruckte für immer darin existiert. Denn auf einem Foto gibt es keine zeitliche Bewegung. Die Zeit ist auf dem Foto stehen geblieben. So gibt es auch in der Ewigkeit keine zeitliche Bewegung. Deshalb wird, wer einmal in die Hölle gerät, für immer darin festgehalten. So werden auch die Qualen, die durch den Prozess der Seelenspaltung hervorgerufen werden, für immer festgehalten. Und dieser Zustand der Dinge, ich wiederhole mich, ist eben nur aufgrund der Natur der Ewigkeit möglich.

Man muss natürlich verstehen, dass sowohl die Eigenschaften einer Fotografie, als auch die Natur der Ewigkeit von Gott vorbestimmt sind, und ihre Existenz hat eine Daseinsberechtigung nach Gottes Gesetzen, jedoch autonom und eigenständig.

Wenn wir hier auf Erden einen Schmerz verspüren, so besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Schmerz nach einiger Zeit vorübergeht.
Seht ihr, wie wir uns daran gewöhnt haben zu sagen „nach einiger Zeit“. Wir können uns den Zustand der Dinge nicht einmal anders vorstellen.
Doch in der Hölle ist so ein Ausdruck wie „nach einiger Zeit“ einfach nicht möglich. Es ist genau so wenig möglich sich vorzustellen, wie wir uns hier auf der Erde auch die Ewigkeit nicht vorstellen können.
Von den Worten des Herrn in der Offenbarung zur Hölle ausgehend wissen wir, dass die Seele infolge ihrer Spaltung in den Zustand des Nichtseins übergeht. Man könnte also annehmen, dass mit dem Übergang der Seele in den Zustand des Nichtseins auch die Leiden aufhören. Vielleicht ist das so. Aber Gott spricht auch davon, dass die Seele in der Hölle in der Gestalt festgehalten wird, in der sie vor dem Übergang ins Nichtsein war, und dass die festgehaltene lebendige Gestalt auch im Zustand der Spaltung bleibt. Und in eben dieser Festlegung der lebendigen und für die Ewigkeit festgehaltenen Gestalt der Seele besteht die Seelenqual, von der in der Schrift erzählt wird und von der auch die heiligen Väter sprachen.
Es ist also einerseits so, dass die Seele, welche ins Nichtsein übergeht, aufhört zu existieren und dadurch Erleichterung verspürt. Doch andererseits wird ihre lebendige Gestalt einer Spaltung unterzogen, die der Seele Qualen bereitet.

Es fällt uns jetzt schwer zu verstehen und es uns vorzustellen, doch Gott hat nicht umsonst gesagt: „Wenn ich euch von irdischen Dingen erzähle und ihr nicht daran glaubt, wie könntet ihr dann glauben, was ich euch von himmlischen Dingen erzähle?“
Deshalb müssen wir hier auf Erden in Demut und Glauben das annehmen, was Gott uns an Wissen schenkt. Und zwar in dem Maße, wie wir es erfassen können. Doch die Kapazität unseres Verstandes hier auf Erden sind begrenzt und wir sind nicht dafür gemacht, die Grundlagen des Daseins in ihrer ganzen Fülle zu erfassen und zu begreifen. Die ganze Fülle des Daseins werden wir in der Ewigkeit begreifen. Doch selbst die Ewigkeit wird uns nicht ausreichen, um dem Wesen Gottes zu gleichen, das die Grundlage und den Raum des Daseins bildet.
Deshalb mag uns hier dieses Wissen über die Hölle, welches uns durch die Offenbarung Gottes geschenkt wurde, genügen. Es ist genug, um das Schicksal zu vermeiden, welches allen Unseligen bevorsteht, die sich mit lasterhafter Energie, mit der Energie des Widerstrebens, mit der Energie der Verderbnis vermehren.
Es sollte das Ziel eines jeden sein, sich selbst weiterzuentwickeln und für die Ewigkeit erhalten zu bleiben. Und alles, was den Menschen auf diesem Weg behindert, muss als feindlich betrachtet werden, da es zum Ziel hat, den Menschen zu verderben, in einen höllischen Zustand zu versetzen und dazu zu bringen, dass er aus dem Sein verschwindet.
Was in diesen Büchern geschrieben steht, soll den Menschen auf ihrem Weg in die Ewigkeit, auf ihrem Weg zum Schöpfer, auf ihrem Weg nach Hause in die Heimat der Menschen und also ins Königreich Gottes helfen.

Liebe Brüder und Schwestern!
Das war die erste Eröffnungspredigt zu den ersten Texten der Bücher „Sammlung von Offenbarungen“.
Später, bei unseren nächsten Treffen, werden wir unsere Gespräche zum Thema dieser beiden Bücher fortsetzen.
Ich bedanke mich bei Ihnen für die Aufmerksamkeit und für die rege Beteiligung am Gespräch.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen auf all Ihren Wegen.
Möge Gott Sie segnen und Sie in Ihren Gebeten beschenken.

Amen